Gustaf Sobin - Der Trüffelsucher 3/5
William Shakespeare - Der Widerspenstigen Zähmung 3/5
William Shakespeare - Viel Lärmen um Nichts 4/5
William Shakespeare - Hamlet 4,5/5
Ingvar Ambjörnsen - Blutsbrüder 5/5
Bisher mein Lieblingsbuch aus der Elling-Reihe und mein erstes Lesehighlight diesen Monat
Andreas Steinhöfel - Der mechanische Prinz 3/5
Tennessee Williams - A Streetcar Named Desire 4/5
Charlotte Roche - Feuchtgebiete 4,5/5
Ich war wirklich angetan von dem Buch und der Botschaft, die Charlotte Roche damit übermitteln will, allerdings war es an einigen Stellen doch sehr eklig...
Jasper Fforde - The Eyre Affair 3/5
Ich habe leider viel mehr von dem Buch erwartet. Es war für mich am Anfang sehr verwirrend und einfach zu viel. Zum Ende hin hat es mir dann viel besser gefallen und natürlich steht jetzt Jane Eyre auf meiner To-Read-Liste ganz oben...
Edwin A. Abbott - Flächenland 4/5
Michel Houellebecq - Elementarteilchen 4,5/5
Mein zweites Lesehighlight diesen Monat. Für mich ein wahnsinnig intelligentes und interessantes Buch.
Mittwoch, 2. April 2008
Montag, 24. März 2008
Andreas Steinhöfel - Der mechanische Prinz
Inhalt
Max ist ein Egalkind, er ist seinen Eltern egal, sie kümmern sich nicht um ihn, vergessen seinen Geburtstag, kaufen ihm keine passende Kleidung und bemerken nicht einmal, wenn Max ihnen an einem Samstag sagt, dass er zur Schule geht, weil sie den ganzen Tag streiten und mit sich selbst beschäftigt sind. An eben diesem Samstag begegnet Max einem einarmigen Bettler, der ihm ein goldenes Ticket für die U-Bahn schenkt, mit dem er "überall aussteigen" kann. Er versteht zuerst nicht, was damit gemeint ist, findet dann aber den Weg in die Refugien, in denen er gegen seine Ängste und Probleme ankämpfen muss und dem mechanischen Prinzen begegnet...
Meine Meinung
Ich fand das Buch spannend und es hat größten Teils Spaß gemacht, es zu lesen. Einige Ideen fand ich sehr toll, zum Beispiel, dass man mit der U-Bahn in die Refugien gelangen kann. Ich bin schon immer sehr gerne U-Bahn gefahren und konnte Max sehr gut verstehen. Allerdings werde ich nach dieser Lektüre die U-Bahn mit anderen Augen sehen ;-)
Anfangs fand ich es sehr witzig, dass der Autor sich selbst in die Geschichte mit eingebaut hat und dem Leser den Eindruck vermittelt, dass er nur die wahre Geschichte, die Max ihm erzählt hat, aufschreibt. Bald hat mich genau das aber etwas gestört. Ich fand es nicht sonderlich witzig, dass ein Kinder-und Jugendbuchautor sich ständig über Kinder beschwert, diese als lästig dumm und ungebildet darstellt und dies natürlich genau an den Stellen der Geschichte einbauen muss, in denen es endlich mal etwas spannend ist. Stellenweise fand ich die Geschichte eher langatmig und habe nur darauf gewartet, dass endlich mal wieder was passiert. Wie zum Beispiel bei der endlosen Wanderung durch das letzte Refugium.
Auch die Sprache hat mich öfter mal verwundert. Vieles wirkt einfach zu übertrieben.
Insgesamt fand ich das Buch stellenweise spannend. Die Idee ist genial, aber man hätte meiner Meinung nach mehr daraus machen können. Besonders begeistert hat mich das Buch nicht, aber es war durchaus nett zu lesen.
3 Sterne
Max ist ein Egalkind, er ist seinen Eltern egal, sie kümmern sich nicht um ihn, vergessen seinen Geburtstag, kaufen ihm keine passende Kleidung und bemerken nicht einmal, wenn Max ihnen an einem Samstag sagt, dass er zur Schule geht, weil sie den ganzen Tag streiten und mit sich selbst beschäftigt sind. An eben diesem Samstag begegnet Max einem einarmigen Bettler, der ihm ein goldenes Ticket für die U-Bahn schenkt, mit dem er "überall aussteigen" kann. Er versteht zuerst nicht, was damit gemeint ist, findet dann aber den Weg in die Refugien, in denen er gegen seine Ängste und Probleme ankämpfen muss und dem mechanischen Prinzen begegnet...
Meine Meinung
Ich fand das Buch spannend und es hat größten Teils Spaß gemacht, es zu lesen. Einige Ideen fand ich sehr toll, zum Beispiel, dass man mit der U-Bahn in die Refugien gelangen kann. Ich bin schon immer sehr gerne U-Bahn gefahren und konnte Max sehr gut verstehen. Allerdings werde ich nach dieser Lektüre die U-Bahn mit anderen Augen sehen ;-)
Anfangs fand ich es sehr witzig, dass der Autor sich selbst in die Geschichte mit eingebaut hat und dem Leser den Eindruck vermittelt, dass er nur die wahre Geschichte, die Max ihm erzählt hat, aufschreibt. Bald hat mich genau das aber etwas gestört. Ich fand es nicht sonderlich witzig, dass ein Kinder-und Jugendbuchautor sich ständig über Kinder beschwert, diese als lästig dumm und ungebildet darstellt und dies natürlich genau an den Stellen der Geschichte einbauen muss, in denen es endlich mal etwas spannend ist. Stellenweise fand ich die Geschichte eher langatmig und habe nur darauf gewartet, dass endlich mal wieder was passiert. Wie zum Beispiel bei der endlosen Wanderung durch das letzte Refugium.
Auch die Sprache hat mich öfter mal verwundert. Vieles wirkt einfach zu übertrieben.
Zitat:
Er hob eine Hand vor Augen und sah: nichts. Er spürte Boden unter den Füßen aber seine Füße waren verschwunden. Das ist es, was Blinde sehen, wenn sie Angst haben, schoss es ihm durch den KopfIch habe mir bisher in meinem Leben noch keine Sekunde darüber Gedanken gemacht, was Blinde sehen, wenn sie Angst haben und kann mir nicht vorstellen, dass ein Elfjähriger so etwas denken würde. Und es gab viele Stellen im Buch, über die ich ähnliche Gedanken hatte.
Insgesamt fand ich das Buch stellenweise spannend. Die Idee ist genial, aber man hätte meiner Meinung nach mehr daraus machen können. Besonders begeistert hat mich das Buch nicht, aber es war durchaus nett zu lesen.
3 Sterne
Mittwoch, 5. März 2008
Gustaf Sobin - Der Trüffelsucher
Klappentext
Philippe Cabassac ist ein einsamer Mann, der nur eine Leidenschaft kennt: die alte provencalische Sprache, ein aussterbender Dialekt des Französischen. Er ist Professor an der Universität von Aix-en-Provence, und ihm gehört ein Anwesen in der Nähe der Stadt, das schon seit Generationen in der Familie ist. So lebt er dahin, bis im Hörsaal eine junge Frau auftaucht, die ihn fasziniert - Julieta, ein hochgewachsenes Mädchen mit schimmerndem schwarzem Haar. Sie teilt seine Leidenschaft für das Provencalische, und bald machen die beiden Exkursionen in die Haute-Provence, um Sprachfetzen zu sammeln, linguistische Eigenheiten, die nur noch die Alten in den Dörfern kennen und die Philippe und Julieta vor dem Vergessen bewahren wollen. Philippe verliebt sich in die immer distanzierte, merkwürdig einsame und unabhängige Julieta, er nimmt sie in seinem großen verfallenden Bauernhaus auf, in dem er allein mit seiner alten Tante, Miréio, wohnt. Julieta stellt fest, dass sie schwanger ist, aber nach einer kurzen Zeit des Glücks verliert sie das Kind und stirbt bald darauf. Philippe ist untröstlich, er versinkt in Apathie, bis er merkt, dass er jedesmal nach dem Geuß einer Trüffel von seiner geliebten Julieta träumt. Sein Traum überwältigt die Realität. Er wird zum besessenen Trüffelsucher.
Meine Meinung
Schon lange habe ich kein so seltsames Buch mehr gelesen. Der erste Teil ist noch schön, man fiebert mit bei der sich anbahnende Liebe zwischen den ungleichen Partnern, dem alten Einzelgänger und der jungen schönen Studentin. Aber man ahnt, bzw. weiß bereits, dass das Unheil nicht lange auf sich warten lässt.
Die Hauptpersonen sind und blieben mir fremd, ich konnte keinen einzigen Gedanken, keine Handlung nachvollziehen. Allein schon Julieta strotzt nur vor Seltsamkeit. Erst recht ihr Verhalten in der Beziehung ist mir ein Rätsel. Beide scheinen ihre Vergangenheit durch den Partner verarbeiten oder verdrängen zu wollen, was natürlich scheitern muss. Die Tragik lässt einen Mitfühlen, aber Philippe wird immer verrückter und weltfremder, was mich doch nur wieder abgeschreckt hat.
Im letzten Teil driftet die Handlung immer mehr in mir unverständliche Regionen ab und auch das Ende ist mir nicht ganz klar.
Allein die wundervolle Sprache hat mir Freude gemacht. Das Buch ist sehr poetisch, sehr blumig geschrieben und es macht viel Spaß es zu lesen, auch wenn der Inhalt nicht nach meinem Geschmack war.
3 Sterne
Philippe Cabassac ist ein einsamer Mann, der nur eine Leidenschaft kennt: die alte provencalische Sprache, ein aussterbender Dialekt des Französischen. Er ist Professor an der Universität von Aix-en-Provence, und ihm gehört ein Anwesen in der Nähe der Stadt, das schon seit Generationen in der Familie ist. So lebt er dahin, bis im Hörsaal eine junge Frau auftaucht, die ihn fasziniert - Julieta, ein hochgewachsenes Mädchen mit schimmerndem schwarzem Haar. Sie teilt seine Leidenschaft für das Provencalische, und bald machen die beiden Exkursionen in die Haute-Provence, um Sprachfetzen zu sammeln, linguistische Eigenheiten, die nur noch die Alten in den Dörfern kennen und die Philippe und Julieta vor dem Vergessen bewahren wollen. Philippe verliebt sich in die immer distanzierte, merkwürdig einsame und unabhängige Julieta, er nimmt sie in seinem großen verfallenden Bauernhaus auf, in dem er allein mit seiner alten Tante, Miréio, wohnt. Julieta stellt fest, dass sie schwanger ist, aber nach einer kurzen Zeit des Glücks verliert sie das Kind und stirbt bald darauf. Philippe ist untröstlich, er versinkt in Apathie, bis er merkt, dass er jedesmal nach dem Geuß einer Trüffel von seiner geliebten Julieta träumt. Sein Traum überwältigt die Realität. Er wird zum besessenen Trüffelsucher.
Meine Meinung
Schon lange habe ich kein so seltsames Buch mehr gelesen. Der erste Teil ist noch schön, man fiebert mit bei der sich anbahnende Liebe zwischen den ungleichen Partnern, dem alten Einzelgänger und der jungen schönen Studentin. Aber man ahnt, bzw. weiß bereits, dass das Unheil nicht lange auf sich warten lässt.
Die Hauptpersonen sind und blieben mir fremd, ich konnte keinen einzigen Gedanken, keine Handlung nachvollziehen. Allein schon Julieta strotzt nur vor Seltsamkeit. Erst recht ihr Verhalten in der Beziehung ist mir ein Rätsel. Beide scheinen ihre Vergangenheit durch den Partner verarbeiten oder verdrängen zu wollen, was natürlich scheitern muss. Die Tragik lässt einen Mitfühlen, aber Philippe wird immer verrückter und weltfremder, was mich doch nur wieder abgeschreckt hat.
Im letzten Teil driftet die Handlung immer mehr in mir unverständliche Regionen ab und auch das Ende ist mir nicht ganz klar.
Allein die wundervolle Sprache hat mir Freude gemacht. Das Buch ist sehr poetisch, sehr blumig geschrieben und es macht viel Spaß es zu lesen, auch wenn der Inhalt nicht nach meinem Geschmack war.
3 Sterne
Labels:
3 Schafe,
Sonstige Belletristik
Noel Streatfeild - Ballet Shoes
Inhalt
Great Uncle Matthew, der von allen nur "Gum" genannt wird, sammelt eigentlich Fossilien, doch als das Haus langsam zu voll wird, verlegt er sich darauf, Waisenkinder zu "sammeln". Und so kommen Pauline, Petrova und Posy in das Haus in der Cromwell Road, wo sich Gums Nichte Sylvia und das Kindermädchen Nana um die drei kümmern.
Die Kinder werden auf eine Balletschule geschickt, mit unterschiedlichem Erfolg. Pauline hat eher das Talent zur Schauspielerin, Posy ist die geborene Tänzerin, nur Petrova würde lieber Automechanikerin werden.
Meine Meinung
Man muss sich nicht für Ballet interessieren, um dieses Buch zu lieben. Es geht um viel mehr als nur Ballet, die Kindheit in London vor dem zweiten Weltkrieg, Familienzusammenhalt und Geschwisterliebe. Das Buch ist wirklich bezaubernd, es liefert viele Details über die 3 Hauptpersonen, die sehr unterschiedlich sind, so dass jede Leserin einen Liebling finden wird, in den man sich hineinversetzen kann.
Auch wenn im Buch nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen ist, hinterlässt es doch eine schöne, positive Stimmung, es gibt keine "bösen" Menschen, gestritten wird selten und alle Probleme werden gelöst, indem die ganze Familie zusammenhält.
Die Geschichte zieht sich zwar durch das ganze Buch, aber auch die einzelnen Kapitel sind in sich abgeschlossen und es sind oft größere Zeitsprünge zwischen den Kapiteln, so dass auch kleinere Kinder, die noch kein 200-Seiten-Buch am Stück lesen können, ihre Freude daran haben werden. Auch die Sprache ist einfach und auch für kleinere Kinder verständlich, mit Ausnahme einiger altmodischer Ausdrücke.
Leider leider leider gibt es dieses Buch nicht auf deutsch, ich würde es sofort allen Kindern, Müttern, oder einfach allen, die gerne mal ein nettes Kinderbuch lesen, empfehlen!
Hätte ich dieses Buch als Kind schon gehabt, ich hätte es sicher hunderte Male gelesen. Für Erwachsene ist es zwar immer noch nett zu lesen, allerdings stellenweise etwas langatmig und zu Detailverliebt.
5 Sterne für Kinder
4 Sterne für Erwachsene
Great Uncle Matthew, der von allen nur "Gum" genannt wird, sammelt eigentlich Fossilien, doch als das Haus langsam zu voll wird, verlegt er sich darauf, Waisenkinder zu "sammeln". Und so kommen Pauline, Petrova und Posy in das Haus in der Cromwell Road, wo sich Gums Nichte Sylvia und das Kindermädchen Nana um die drei kümmern.
Die Kinder werden auf eine Balletschule geschickt, mit unterschiedlichem Erfolg. Pauline hat eher das Talent zur Schauspielerin, Posy ist die geborene Tänzerin, nur Petrova würde lieber Automechanikerin werden.
Meine Meinung
Man muss sich nicht für Ballet interessieren, um dieses Buch zu lieben. Es geht um viel mehr als nur Ballet, die Kindheit in London vor dem zweiten Weltkrieg, Familienzusammenhalt und Geschwisterliebe. Das Buch ist wirklich bezaubernd, es liefert viele Details über die 3 Hauptpersonen, die sehr unterschiedlich sind, so dass jede Leserin einen Liebling finden wird, in den man sich hineinversetzen kann.
Auch wenn im Buch nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen ist, hinterlässt es doch eine schöne, positive Stimmung, es gibt keine "bösen" Menschen, gestritten wird selten und alle Probleme werden gelöst, indem die ganze Familie zusammenhält.
Die Geschichte zieht sich zwar durch das ganze Buch, aber auch die einzelnen Kapitel sind in sich abgeschlossen und es sind oft größere Zeitsprünge zwischen den Kapiteln, so dass auch kleinere Kinder, die noch kein 200-Seiten-Buch am Stück lesen können, ihre Freude daran haben werden. Auch die Sprache ist einfach und auch für kleinere Kinder verständlich, mit Ausnahme einiger altmodischer Ausdrücke.
Leider leider leider gibt es dieses Buch nicht auf deutsch, ich würde es sofort allen Kindern, Müttern, oder einfach allen, die gerne mal ein nettes Kinderbuch lesen, empfehlen!
Hätte ich dieses Buch als Kind schon gehabt, ich hätte es sicher hunderte Male gelesen. Für Erwachsene ist es zwar immer noch nett zu lesen, allerdings stellenweise etwas langatmig und zu Detailverliebt.
5 Sterne für Kinder
4 Sterne für Erwachsene
Labels:
4 Schafe,
Kinder-und Jugendbuch
Mittwoch, 30. Januar 2008
Tommy Jaud - Vollidiot
Klappentext:
Irgendwas läuft schief bei Simon, aber gründlich. Die richtige Frau steht zum falschen Zeitpunkt vor der Saunatür. In den eigenen vier Wänden drohen kroatische Übersprungshandlungen, im Fitnessstudio lauert Killerschwuchtel Popeye, in der Cocktailbar sitzen Pulp-Fiction-Luftfahrthasen und im Spanischkurs zwei Hackfressen mit Betonpullovern. Da helfen weder Paula-Tipps noch Schlemmerfilets. Und wenn man sich am Ende auch noch so richtig "versimst", dann steht plötzlich ein kleiner Mann mit einem großen Bierkasten vor der Tür...
Meine Meinung:
Ich hatte schon viel von dem Buch gehört und als ich es für 2,99€ auf dem Mängelexemplar-Tisch liegen sah, habe ich es kurz entschlossen mitgenommen. Das hätte ich mir aber ehrlich gesagt sparen können. So ein überflüssiges Buch habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Außer der Regalnummer für einen Ikea-Sessel gibt es keinen "roten Faden" in der Geschichte (ok, vielleicht noch, dass sich der "Vollidiot" immer weiter ins eigene Verderben stürzt), sinnlose Besäufnisse und die gescheiterten Versuche, endlich eine Frau aufzureißen, bzw. ins Bett zu kriegen, wechseln sich ab. Wenn Single-Männer wirklich so denken und sich so benehmen, will ich nie wieder mit einem zu tun haben!
Die Ausdrucksweise ist ordinär, der Stil mehr als einfach, ich habe mich teilweise gefühlt, als wäre ich in der "Sendung mit der Maus" und würde gerade etwas kindgerecht erklärt kriegen. Das hat es mir zum Glück aber auch leicht gemacht, das Buch relativ schnell durchzulesen.
Zugegeben, manchmal habe ich auch gelacht, aber das macht das Buch nun wirklich nicht besser! Wenn ich in Zukunft ein nicht zu anspruchvolles Buch für Zwischendurch brauche, werde ich jedenfalls einen großen Bogen um Tommy Jaud machen und lieber wieder zur typischen "Frauenliteratur" greifen, da gibt es zwar ein Happy End, aber es ist nicht voll von Schimpfwörtern und ordinären Ausdrücken.
Bewertung: 2 Sterne
Irgendwas läuft schief bei Simon, aber gründlich. Die richtige Frau steht zum falschen Zeitpunkt vor der Saunatür. In den eigenen vier Wänden drohen kroatische Übersprungshandlungen, im Fitnessstudio lauert Killerschwuchtel Popeye, in der Cocktailbar sitzen Pulp-Fiction-Luftfahrthasen und im Spanischkurs zwei Hackfressen mit Betonpullovern. Da helfen weder Paula-Tipps noch Schlemmerfilets. Und wenn man sich am Ende auch noch so richtig "versimst", dann steht plötzlich ein kleiner Mann mit einem großen Bierkasten vor der Tür...
Meine Meinung:
Ich hatte schon viel von dem Buch gehört und als ich es für 2,99€ auf dem Mängelexemplar-Tisch liegen sah, habe ich es kurz entschlossen mitgenommen. Das hätte ich mir aber ehrlich gesagt sparen können. So ein überflüssiges Buch habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Außer der Regalnummer für einen Ikea-Sessel gibt es keinen "roten Faden" in der Geschichte (ok, vielleicht noch, dass sich der "Vollidiot" immer weiter ins eigene Verderben stürzt), sinnlose Besäufnisse und die gescheiterten Versuche, endlich eine Frau aufzureißen, bzw. ins Bett zu kriegen, wechseln sich ab. Wenn Single-Männer wirklich so denken und sich so benehmen, will ich nie wieder mit einem zu tun haben!
Die Ausdrucksweise ist ordinär, der Stil mehr als einfach, ich habe mich teilweise gefühlt, als wäre ich in der "Sendung mit der Maus" und würde gerade etwas kindgerecht erklärt kriegen. Das hat es mir zum Glück aber auch leicht gemacht, das Buch relativ schnell durchzulesen.
Zugegeben, manchmal habe ich auch gelacht, aber das macht das Buch nun wirklich nicht besser! Wenn ich in Zukunft ein nicht zu anspruchvolles Buch für Zwischendurch brauche, werde ich jedenfalls einen großen Bogen um Tommy Jaud machen und lieber wieder zur typischen "Frauenliteratur" greifen, da gibt es zwar ein Happy End, aber es ist nicht voll von Schimpfwörtern und ordinären Ausdrücken.
Bewertung: 2 Sterne
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2 Schafe,
Sonstige Belletristik
Sonntag, 27. Januar 2008
Dan Brown - Angels and Demons
Zum Inhalt muss ich wohl nicht mehr viel sagen, deshalb geht es gleich los mit meiner Meinung:
Ich bin sehr zwiegespalten, vor allem, da ich schon die unterschiedlichsten Meinungen gelesen habe und das meiste davon nachvollziehen kann. Normalerweise würde ich jetzt einfach meine Klappe halten, aber da das Buch auf meiner Liste für den SLW 2008 steht, muss ich etwas dazu sagen.
Ich finde es schön, dass die Sprache sehr einfach gehalten ist und die Kapitel sehr kurz sind, so lässt das Buch sich leicht lesen. Außerdem ist es sehr spannend, vor allem die ersten 2/3 des Buches haben mich kaum losgelassen. Deshalb kann ich gut verstehen, dass das Buch von Menschen gelesen und gemocht wird, die sonst kein Buch anrühren würden. Bei der Schnitzeljagd durch Rom hat man das Gefühl, mitten drin zu sein, Rätsel zu lösen und selber den "path of Illumination" mit Robert Langdon zu gehen. Es ist, als wäre man selbst dabei und hätte einen Anteil daran, dass Dinge aufgedeckt werden, die seit Jahrhunderten vergessen und verborgen waren, das gibt dem Ganzen eine geheimnisvolle Atmosphäre.
Allerdings kann ich auch verstehen, dass es für anspruchsvollere Leser, die etwas mehr lesen, als die Bücher von Dan Brown, nicht viel zu bieten hat und enttäuschend ist. Dennoch habe ich mich eigentlich ganz gut unterhalten gefühlt, nur das Ende ist viel zu sehr an den Haaren herbeigezogen und auch die Spannung lässt deutlich nach, wenn eigentlich schon alles klar ist und dann doch noch tausende "unvorhergesehene" Wendungen eingebaut werden. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich schon schlechtere und langweiligere Bücher gelesen habe und dass "Illuminati" schon eine ganz nette, mittelmäßige Lektüre für Zwischendurch ist.
Was ich allerdings für bedenklich halte ist, dass Halbwahrheiten und Lügen verbreitet werden, die die Masse der Leser dann glaubt und als die reine Wahrheit versteht. Deshalb kann ich jedem nur empfehlen, sich ein bisschen genauer über die Dinge zu informieren, die Dan Brown als Fakten verkaufen will.
Sehr gelacht habe ich über den Witz auf der letzten Seite:
Vittoria: "I plan to prove neutrinos have mass."
"Neutrinos have mass?" Langdon shot her a stunned look. "I didn't even know they were Catholic!"
Aber das lässt sich wohl nicht vernünftig ins Deutsche übersetzen...
Eine Bewertung fällt mir schwer, aber 3 Sterne treffen es dann wohl am besten.
Ich bin sehr zwiegespalten, vor allem, da ich schon die unterschiedlichsten Meinungen gelesen habe und das meiste davon nachvollziehen kann. Normalerweise würde ich jetzt einfach meine Klappe halten, aber da das Buch auf meiner Liste für den SLW 2008 steht, muss ich etwas dazu sagen.
Ich finde es schön, dass die Sprache sehr einfach gehalten ist und die Kapitel sehr kurz sind, so lässt das Buch sich leicht lesen. Außerdem ist es sehr spannend, vor allem die ersten 2/3 des Buches haben mich kaum losgelassen. Deshalb kann ich gut verstehen, dass das Buch von Menschen gelesen und gemocht wird, die sonst kein Buch anrühren würden. Bei der Schnitzeljagd durch Rom hat man das Gefühl, mitten drin zu sein, Rätsel zu lösen und selber den "path of Illumination" mit Robert Langdon zu gehen. Es ist, als wäre man selbst dabei und hätte einen Anteil daran, dass Dinge aufgedeckt werden, die seit Jahrhunderten vergessen und verborgen waren, das gibt dem Ganzen eine geheimnisvolle Atmosphäre.
Allerdings kann ich auch verstehen, dass es für anspruchsvollere Leser, die etwas mehr lesen, als die Bücher von Dan Brown, nicht viel zu bieten hat und enttäuschend ist. Dennoch habe ich mich eigentlich ganz gut unterhalten gefühlt, nur das Ende ist viel zu sehr an den Haaren herbeigezogen und auch die Spannung lässt deutlich nach, wenn eigentlich schon alles klar ist und dann doch noch tausende "unvorhergesehene" Wendungen eingebaut werden. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich schon schlechtere und langweiligere Bücher gelesen habe und dass "Illuminati" schon eine ganz nette, mittelmäßige Lektüre für Zwischendurch ist.
Was ich allerdings für bedenklich halte ist, dass Halbwahrheiten und Lügen verbreitet werden, die die Masse der Leser dann glaubt und als die reine Wahrheit versteht. Deshalb kann ich jedem nur empfehlen, sich ein bisschen genauer über die Dinge zu informieren, die Dan Brown als Fakten verkaufen will.
Sehr gelacht habe ich über den Witz auf der letzten Seite:
Vittoria: "I plan to prove neutrinos have mass."
"Neutrinos have mass?" Langdon shot her a stunned look. "I didn't even know they were Catholic!"
Aber das lässt sich wohl nicht vernünftig ins Deutsche übersetzen...
Eine Bewertung fällt mir schwer, aber 3 Sterne treffen es dann wohl am besten.
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3 Schafe,
Krimi und Thriller
Mittwoch, 16. Januar 2008
Ingvar Ambjörnsen - Ententanz
Im zweiten Elling-Roman "Ententanz" erwacht Elling in einem Heim für psychisch Kranke. Es fällt ihm nicht leicht, sich dort einzuleben, das Zimmer muss er mit dem etwas langsamen, aber doch sehr liebenswerten Kjell Bjarne teilen. Er verliebt sich in die Pflegerin Gunn und findet langsam Gefallen an dem "Erholungsheim", als an Weihnachten die Situation eskaliert.
Im zweiten Teil erfährt man in einem Rückblick von der Spanienreise, die Elling mit seiner Mutter unternommen hat, als diese noch am Leben war. Vor allem dieser zweite Teil hat mir sehr gut gefallen, denn man erfährt mehr über die Mutter, die im 1. Band verstorben ist und immer wieder auch über Ellings Kindheit und Jugendzeit.
Wie schon der erste Band hat mir dieses Buch sehr gut gefallen. Viel Neues kann ich hier nicht sagen, mir hat genau das gleiche an diesem Buch gefallen, wie schon an "Ausblick auf das Paradies". Es ist einfach wahnsinnig faszinierend, in den Kopf eines solchen Menschen schauen zu können. Die zwischenmenschlichen Beziehungen (Elling-Mutter und Elling-Kjell Bjarne) sind wunderbar beschrieben. Wie diese Mutter ihr Leben aufopfert für den psychisch kranken Sohn ist einfach rührend. Die ganze Geschichte ist herrlich skurril und man kann richtig gut in Ellings verqueren Gedanken versinken.
Allgemein ist dieses Buch nicht so bedrückend wie "Ausblick auf das Paradies", Elling scheint gefestigter und stabiler. Deshalb würde ich dieses Buch vielleicht noch ein bisschen mehr empfehlen, als den ersten Band. Ich würde sagen, man kann die Bücher auch gut unabhängig voneinander lesen.
Wegen einiger Längen während der Spanienreise gibt es von mir 4 Sterne.
Im zweiten Teil erfährt man in einem Rückblick von der Spanienreise, die Elling mit seiner Mutter unternommen hat, als diese noch am Leben war. Vor allem dieser zweite Teil hat mir sehr gut gefallen, denn man erfährt mehr über die Mutter, die im 1. Band verstorben ist und immer wieder auch über Ellings Kindheit und Jugendzeit.
Wie schon der erste Band hat mir dieses Buch sehr gut gefallen. Viel Neues kann ich hier nicht sagen, mir hat genau das gleiche an diesem Buch gefallen, wie schon an "Ausblick auf das Paradies". Es ist einfach wahnsinnig faszinierend, in den Kopf eines solchen Menschen schauen zu können. Die zwischenmenschlichen Beziehungen (Elling-Mutter und Elling-Kjell Bjarne) sind wunderbar beschrieben. Wie diese Mutter ihr Leben aufopfert für den psychisch kranken Sohn ist einfach rührend. Die ganze Geschichte ist herrlich skurril und man kann richtig gut in Ellings verqueren Gedanken versinken.
Allgemein ist dieses Buch nicht so bedrückend wie "Ausblick auf das Paradies", Elling scheint gefestigter und stabiler. Deshalb würde ich dieses Buch vielleicht noch ein bisschen mehr empfehlen, als den ersten Band. Ich würde sagen, man kann die Bücher auch gut unabhängig voneinander lesen.
Wegen einiger Längen während der Spanienreise gibt es von mir 4 Sterne.
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4 Schafe,
Sonstige Belletristik
Dienstag, 8. Januar 2008
Kristín Marja Baldursdóttir - Die Eismalerin
Klappentext:
Die Witwe Steinunn Olafsdóttir zieht mit ihren sechs Kindern in die kleine Stadt Akureyri im Norden Islands, damit sie dort die Schule besuchen können - auch die Mädchen. Hart sind die Zeiten um 1900, unberechenbar auch die Naturgewalten. Hart ist auch die Arbeit in der Fischfabrik, wo die Frauen wochenlang im Akkord den gefangenen Hering - das Silber des Meeres - einsalzen müssen. Dennoch entdeckt Karitas, die jüngste Tochter, ihr künstlerisches Talent. Ihr größter Wunsch ist es, Malerin zu werden. Doch dann lernt sie den großen, gutaussehenden, grünäugigen Sigmar kennen und lieben, und sie steht vor der folgenschwersten Entscheidung ihres Lebens.
Meine Meinung:
Das Buch lässt einen irgendwie unbefriedigt und ratlos zurück. Der erste Teil war noch sehr interessant, Karitas war ein aufgewecktes junges Mädchen, das mit allerlei Tricks und ihrem sympathischen Wesen der Familie in allen Lebenslagen helfen konnte. Doch vor allem im zweiten Teil wird sie unerträglich. Ich kann nachvollziehen, dass es Frauen zu dieser Zeit sicherlich nicht leicht hatten, vor allem nicht mit einem Beruf wie Malerin. Doch Karitas nörgelt ständig über alles, kümmert sich weder um Haushalt noch um ihre Kinder und lässt es sogar so weit kommen, dass andere Frauen aus dem Dorf ihr Haus putzen, weil sie eine Schande für die ganze Gegend ist.
Ich glaube nicht, dass wir uns so sehr daran gewöhnt haben, nur über starke Frauen zu lesen, denn eigentlich störte mich nicht so sehr Karitas' Schwäche, wie ihre negative Art, ständiges Jammern über alles, aber den A... nicht hochkriegen um etwas zu ändern, sowas kann ich einfach nicht verstehen.
Natürlich gibt es auch positives an dem Buch, hauptsächlich habe ich es gelesen, weil ich Island als Schauplatz sehr interessant finde. Man erfährt mehr über den Alltag und die Stellung der Frau zu dieser Zeit, auch die Landschaft ist oft wunderschön beschrieben.
Auch die kurzen Szenen zu Beginn jedes Kapitels, die Karitas dann zu einem Bild verarbeitet hat, haben mir gut gefallen. Man kann dadurch gut nachvollziehen, wie sich der Stil der Künstlerin im Laufe der Jahre entwickelt, wie sie mit verschiedenen Techniken arbeitet und kann sich die entstandenen Bilder beinahe vorstellen.
Insgesamt gebe ich 3 Sterne, da es eine ganz nette Lektüre für Zwischendurch wäre, wenn der zweite Teil nicht so langweilig wäre und die gute Karitas nicht ganz so nervig.
Die Witwe Steinunn Olafsdóttir zieht mit ihren sechs Kindern in die kleine Stadt Akureyri im Norden Islands, damit sie dort die Schule besuchen können - auch die Mädchen. Hart sind die Zeiten um 1900, unberechenbar auch die Naturgewalten. Hart ist auch die Arbeit in der Fischfabrik, wo die Frauen wochenlang im Akkord den gefangenen Hering - das Silber des Meeres - einsalzen müssen. Dennoch entdeckt Karitas, die jüngste Tochter, ihr künstlerisches Talent. Ihr größter Wunsch ist es, Malerin zu werden. Doch dann lernt sie den großen, gutaussehenden, grünäugigen Sigmar kennen und lieben, und sie steht vor der folgenschwersten Entscheidung ihres Lebens.
Meine Meinung:
Das Buch lässt einen irgendwie unbefriedigt und ratlos zurück. Der erste Teil war noch sehr interessant, Karitas war ein aufgewecktes junges Mädchen, das mit allerlei Tricks und ihrem sympathischen Wesen der Familie in allen Lebenslagen helfen konnte. Doch vor allem im zweiten Teil wird sie unerträglich. Ich kann nachvollziehen, dass es Frauen zu dieser Zeit sicherlich nicht leicht hatten, vor allem nicht mit einem Beruf wie Malerin. Doch Karitas nörgelt ständig über alles, kümmert sich weder um Haushalt noch um ihre Kinder und lässt es sogar so weit kommen, dass andere Frauen aus dem Dorf ihr Haus putzen, weil sie eine Schande für die ganze Gegend ist.
Ich glaube nicht, dass wir uns so sehr daran gewöhnt haben, nur über starke Frauen zu lesen, denn eigentlich störte mich nicht so sehr Karitas' Schwäche, wie ihre negative Art, ständiges Jammern über alles, aber den A... nicht hochkriegen um etwas zu ändern, sowas kann ich einfach nicht verstehen.
Natürlich gibt es auch positives an dem Buch, hauptsächlich habe ich es gelesen, weil ich Island als Schauplatz sehr interessant finde. Man erfährt mehr über den Alltag und die Stellung der Frau zu dieser Zeit, auch die Landschaft ist oft wunderschön beschrieben.
Auch die kurzen Szenen zu Beginn jedes Kapitels, die Karitas dann zu einem Bild verarbeitet hat, haben mir gut gefallen. Man kann dadurch gut nachvollziehen, wie sich der Stil der Künstlerin im Laufe der Jahre entwickelt, wie sie mit verschiedenen Techniken arbeitet und kann sich die entstandenen Bilder beinahe vorstellen.
Insgesamt gebe ich 3 Sterne, da es eine ganz nette Lektüre für Zwischendurch wäre, wenn der zweite Teil nicht so langweilig wäre und die gute Karitas nicht ganz so nervig.
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3 Schafe,
Weltliteratur
Samstag, 5. Januar 2008
Antonio Tabucchi - Erklärt Pereira
Lissabon 1938 – die Zeit der Salazar-Diktatur in Portugal, Doktor Pereira ist Witwer, lebt allein und schreibt die Kulturseite für die Abendzeitung „Lisboa“. Er lebt ein einsames, zurückgezogenes Leben, interessiert sich nicht für Politik, obwohl er Journalist ist und weiß nicht viel über die Verhältnisse in seinem Land, da die Zeitungen nicht darüber berichten.
Das alles ändert sich, als er Monteiro Rossi kennenlernt und ihn als Praktikant einstellt. Monteiro Rossi liefert zwar keine Artikel, die veröffentlicht werden können, weil er regime-kritisch schreibt, aber er rüttelt Pereira wach. Pereira wird in die Probleme von Monteiro Rossi hineingezogen, er kann sich nicht weiter aus allem raushalten sondern muss Stellung beziehen. Es vollzieht sich ein langsamer Wandel in seinen Gedanken und seinem Leben...
Der Roman ist zum Großteil in indirekter Rede geschrieben. Denn Pereira erzählt uns seine Geschichte, als würde er eine Zeugenaussage machen. "Pereira erklärt" oder "erklärt Pereira" steht nicht nur am Anfang eines jeden Kapitels, sondern beinahe in jedem Absatz. Dadurch hat man das Gefühl, alles aus Pereiras Sicht, aus erster Hand sozusagen zu erfahren, andererseits verschweigt Pereira auch einiges, was seiner Meinung nach nicht zur Geschichte gehört.
Das Buch hat mich sehr beeindruckt und nachdenklich gemacht. Es hinterlässt ein beklemmendes Gefühl und wirft die Frage auf, ob man lieber sein eigenes Leben leben soll und damit sich selbst schützen, oder sich politisch engagieren und eventuell in Gefahr begeben.
Ich selbst hatte vor dem Lesen dieses Buches keine Ahnung von den politischen Verhältnissen in Portugal zu dieser Zeit, deshalb waren mir auch beim Lesen nicht alle Zusammenhänge 100% klar. Das Buch hat mich allerdings neugierig gemacht, mich über die Geschichte Portugals zu informieren.
Bewertung: 4 Sterne
Das alles ändert sich, als er Monteiro Rossi kennenlernt und ihn als Praktikant einstellt. Monteiro Rossi liefert zwar keine Artikel, die veröffentlicht werden können, weil er regime-kritisch schreibt, aber er rüttelt Pereira wach. Pereira wird in die Probleme von Monteiro Rossi hineingezogen, er kann sich nicht weiter aus allem raushalten sondern muss Stellung beziehen. Es vollzieht sich ein langsamer Wandel in seinen Gedanken und seinem Leben...
Der Roman ist zum Großteil in indirekter Rede geschrieben. Denn Pereira erzählt uns seine Geschichte, als würde er eine Zeugenaussage machen. "Pereira erklärt" oder "erklärt Pereira" steht nicht nur am Anfang eines jeden Kapitels, sondern beinahe in jedem Absatz. Dadurch hat man das Gefühl, alles aus Pereiras Sicht, aus erster Hand sozusagen zu erfahren, andererseits verschweigt Pereira auch einiges, was seiner Meinung nach nicht zur Geschichte gehört.
Das Buch hat mich sehr beeindruckt und nachdenklich gemacht. Es hinterlässt ein beklemmendes Gefühl und wirft die Frage auf, ob man lieber sein eigenes Leben leben soll und damit sich selbst schützen, oder sich politisch engagieren und eventuell in Gefahr begeben.
Ich selbst hatte vor dem Lesen dieses Buches keine Ahnung von den politischen Verhältnissen in Portugal zu dieser Zeit, deshalb waren mir auch beim Lesen nicht alle Zusammenhänge 100% klar. Das Buch hat mich allerdings neugierig gemacht, mich über die Geschichte Portugals zu informieren.
Bewertung: 4 Sterne
Labels:
4 Schafe,
Weltliteratur
Mittwoch, 2. Januar 2008
Dezember 2007
Sergej Lukianenko - Wächter des Tages 4/5
Hat mir nicht so gut gefallen wie Wächter der Nacht, aber trotzdem waren die Geschichten spannend und immer wieder überraschend. Ich freue mich schon auf Wächter des Zwielichts, das schon auf meinem SUB bereit liegt.
Jane Austen - Persuasion 4/5
Hat mir auch ganz gut gefallen, allerdings hab ich ziemlich lange daran gelesen und habe mich manchmal ein kleines bisschen gelangweilt, weil ich kurz zuvor die Verfilmung gesehen hatte.
Philip K. Dick - Do Androids dream of electric sheep? 5/5
Hat mir ein guter Freund geliehen und ich war anfangs sehr skeptisch, weil das einfach nicht mein Genre ist, aber das Buch hat mich doch begeistert. Da sind sehr viele geniale Ideen drin, vor allem die elektrischen Tiere
Fjodor Dostojewski - Weiße Nächte 4/5
Sehr schöne Liebesgeschichte, aber viel zu kurz.
Cormac McCarthy - The Road 5/5
Eines meiner Lesehighlights 2007. Ein Buch, das einen nachhaltig beschäftigt!
Katja Lange-Müller - Böse Schafe 4/5
Eine zum scheitern verurteilte Beziehung zur Zeit des Mauerfalls in Berlin. Am Anfang fand ich es nicht leicht, Zugang zu der Geschichte zu finden. Am Ende war ich doch zu Tränen gerührt, obwohl es nicht die Sorte Buch ist, die absichtlich auf die Tränendrüße drückt.
Alan Lightman - Betrachtungen über die Zeit 4/5
Einsteins Träume über die Zeit, Welten in denen die Zeit rückwärts läuft, plötzlich stillsteht oder eine subjektive Wahrnehmung ist. Ein paar nette Ideen und zum Glück schnell gelesen....
Bernhard Setzwein - Nicht kalt genug 3/5
Hermann Hesse - Siddhartha 3/5
Irgendwie bin ich mit diesem Buch und vor allem dem Schreibstil nicht klargekommen. Ich fühle mich, als hätte ich irgendwas nicht verstanden, das Buch hat mich weder begeistert noch irgendwie mein Leben berührt...
Hat mir nicht so gut gefallen wie Wächter der Nacht, aber trotzdem waren die Geschichten spannend und immer wieder überraschend. Ich freue mich schon auf Wächter des Zwielichts, das schon auf meinem SUB bereit liegt.
Jane Austen - Persuasion 4/5
Hat mir auch ganz gut gefallen, allerdings hab ich ziemlich lange daran gelesen und habe mich manchmal ein kleines bisschen gelangweilt, weil ich kurz zuvor die Verfilmung gesehen hatte.
Philip K. Dick - Do Androids dream of electric sheep? 5/5
Hat mir ein guter Freund geliehen und ich war anfangs sehr skeptisch, weil das einfach nicht mein Genre ist, aber das Buch hat mich doch begeistert. Da sind sehr viele geniale Ideen drin, vor allem die elektrischen Tiere
Fjodor Dostojewski - Weiße Nächte 4/5
Sehr schöne Liebesgeschichte, aber viel zu kurz.
Cormac McCarthy - The Road 5/5
Eines meiner Lesehighlights 2007. Ein Buch, das einen nachhaltig beschäftigt!
Katja Lange-Müller - Böse Schafe 4/5
Eine zum scheitern verurteilte Beziehung zur Zeit des Mauerfalls in Berlin. Am Anfang fand ich es nicht leicht, Zugang zu der Geschichte zu finden. Am Ende war ich doch zu Tränen gerührt, obwohl es nicht die Sorte Buch ist, die absichtlich auf die Tränendrüße drückt.
Alan Lightman - Betrachtungen über die Zeit 4/5
Einsteins Träume über die Zeit, Welten in denen die Zeit rückwärts läuft, plötzlich stillsteht oder eine subjektive Wahrnehmung ist. Ein paar nette Ideen und zum Glück schnell gelesen....
Bernhard Setzwein - Nicht kalt genug 3/5
Hermann Hesse - Siddhartha 3/5
Irgendwie bin ich mit diesem Buch und vor allem dem Schreibstil nicht klargekommen. Ich fühle mich, als hätte ich irgendwas nicht verstanden, das Buch hat mich weder begeistert noch irgendwie mein Leben berührt...
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