Hörbücher sind einfach nicht mein Ding. Zumindest dachte ich das, nachdem ich vor 10 Jahren mal einige Hörbücher gehört hatte und mich nicht damit anfreunden konnte. Aber eigentlich war es schon lange Zeit für einen neuen Versuch, also habe ich mir Die Legenden der Wächter von Kathryn Lasky ausgeliehen.
Es geht los mit Teil 1 Die Entführung in der die Baby-Eule Soren aus dem elterlichen Nest entführt und in das Internat Sankt Ägolius gebracht wird, wo seltsame Dinge vor sich gehen.
Meine Erfahrungen mit dem Hörbuch sind eher gemischt. Den ersten Teil habe ich fast zu Ende gehört und inzwischen habe ich mich auch an den Sprecher Stefan Kaminski gewöhnt. Am Anfang fand ich es sehr albern, wie übertrieben er die Stimme verstellt, wenn verschiedene Eulen sprechen, aber nach einiger Zeit nimmt man das kaum noch wahr und kann dadurch auch viel leichter die einzelnen Eulen unterscheiden ohne dass immer ein "xy sagt" hinzugefügt werden muss. Und natürlich ist es schon beeindruckend, was er mit seiner Stimme alles anstellen kann.
Meistens bin ich persönlich aber einfach zu unkonzentriert oder zu müde, um ein Hörbuch zu hören. Gestern Abend habe ich drei Anläufe mit der gleichen Stelle gemacht, und jedes Mal bin ich nach wenigen Sätzen eingeschlafen und musste wieder zurückspulen. Wenn um mich herum interessante Dinge passieren, wenn ich also z.B. unterwegs bin, lasse ich mich viel zu schnell vom Hörbuch ablenken und ich merke, wie meine Gedanken abschweifen. Ich scheine für Hörbücher einfach nicht geschaffen zu sein.
Am meisten hat es mich aber geärgert, als ich gestern feststellen musste, dass ich mir da eine gekürzte Version anhöre. Ich fand manche Übergänge schon etwas abgehackt und seltsam, habe mir aber nichts weiter dabei gedacht, weil es sich ja um ein Jugendbuch handelt und manche Dinge da vielleicht nicht so ausführlich beschrieben werden und die Szenen schnell wechseln. Die Kürzungen erklären jetzt aber einiges. Darauf sollte ich beim nächsten Mal wohl besser achten, bevor ich anfange, mir ein Hörbuch anzuhören. Denn jetzt will ich es auch zu Ende hören und vielleicht die anderen beiden Teile auch noch, aber ich denke, dass ich durch die Kürzungen einiges von der Handlung verpasse.
Vielleicht schaue ich mir aber auch einfach den Film an, die süßen Eulen fand ich schon im Trailer ganz toll, leider habe ich den Film dann im Kino verpasst, aber demnächst erscheint er ja auf DVD.
Andererseits könnte ich mir auch einfach die Bücher kaufen, die englischen Originale sind total günstig und da gibt es auch schon alle Teile und man muss nicht auf Übersetzungen warten. Andererseits schreckt es mich auch ab, jetzt eine Reihe mit 15 Bänden anzufangen.
Mein Hörbuch-Experiment werte ich allgemein eher nicht als Erfolg, aber vielleicht versuche ich es in 10 Jahren nochmal. Zumindest hat mich das Hörbuch auf Die Legenden der Wächter aufmerksam gemacht, was eine ganz nette Jugendbuch-Reihe zu sein scheint.
Samstag, 19. Februar 2011
Freitag, 18. Februar 2011
Sir Arthur Conan Doyle - The Adventures of Sherlock Holmes
Den Meisterdetektiv Sherlock Holmes kennt eigentlich jeder. Aber erst die Verfilmung von 2009 mit Robert Downey Jr. in der Hauptrolle hat mir wieder ins Bewusstsein gerufen, dass ich eigentlich auch mal die Bücher lesen könnte statt mir einen mittelmäßig unterhaltsamen Film im Kino anzusehen.
Jetzt habe ich "The Adventures of Sherlock Holmes" mit 12 abwechslungsreichen Geschichten rund um das Duo Holmes/Watson endlich von seinem SuB-Dasein befreit und dieses sehr unterhaltsame Buch gelesen. Jede einzelne Geschichte ist auf ihre Art spannend und Sherlock Holmes schafft es immer wieder, den Leser mit seiner außerordentlichen Kombinationsgabe und Logik zu beeindrucken.
Zuerst habe ich befürchtet, dass die Geschichten, die alle nach dem gleichen Schema ablaufen, schnell langweilig werden könnten. Es ist schon so, dass jedes Mal ein Klient zu Sherlock Holmes kommt, eine etwas verzwickte Geschichte erzählt, dann geht der Detektiv ermitteln, klärt alles auf und am Ende erzählt er Watson und manchmal auch dem Klienten, was genau vorgefallen ist und wie er seine Schlüsse gezogen hat. Allerdings handelt es sich um so unterschiedliche und abwechslungsreiche Kriminalfälle, dass es einem gar nicht langweilig werden kann.
Positiv möchte ich auch anmerken, dass es in vielen Fällen gar nicht um schlimme Kriminalfälle mit Mord, Totschlag und viel Blut geht, Sherlock Holmes nimmt sich auch anderer Probleme an, die zum Teil nicht einmal gesetzeswidrige Handlungen betreffen. Da ich auf detaillierte, blutige Beschreibungen, wie man sie oft in modernen Büchern findet, gut verzichten kann, gibt es noch einen Pluspunkt für Sherlock Holmes. Wenn alle Krimis so wären, würde ich mich vielleicht noch zur Krimileserin bekehren lassen.
Insgesamt haben mich die Kurzgeschichten gut unterhalten und da auch das London des 19. Jahrhunderts mir als Schauplatzgrundsätzlich gut gefällt, bekommt Sherlock Holmes



und ein Baby-Schaf zusätzlich.
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Krimi und Thriller
Mittwoch, 16. Februar 2011
Beate Teresa Hanika - Rotkäppchen muss weinen
Malvina ist dreizehn und bis zu ihrem 14. Geburtstag in zwei Wochen soll sich einiges in ihrem Leben ändern. Sie will bis da hin einen Freund haben und sich von ihrer Familie nicht mehr alles gefallen lassen. Bis hier hin hört sich das alles nach einem ganz normalen Teenager an, der sich von der Familie unverstanden fühlt. Bei Malvina geht das aber alles noch einen Schritt weiter. Da gibt es nämlich noch den Großvater, den Malvina jeden Tag in den Ferien besuchen soll und der sich nicht verhält, wie ein Großvater sich seiner Enkeltochter gegenüber verhalten sollte. Mehr möchte ich über den Inhalt auch gar nicht verraten.
Das Buch hat mich komplett in seinen Bann gezogen. Hätte ich nicht an einer Leserunde teilgenommen, hätte ich es wohl an einem Stück durchgelesen. Im Nachhinein bin ich aber froh, dass ich immer wieder eine Pause eingelegt habe und mir die Zeit genommen habe, über das Gelesene nochmal nachzudenken.
Die Geschichte wird aus Malvinas Sicht erzählt, somit ist die Sprache sehr einfach, die Erzählweise eher kindlich. Allerdings trägt genau diese Perspektive dazu bei, dass man sich sofort fühlt, als würde man selbst in Malvinas Haut stecken. Der übermäßig strenge Vater, die Mutter, die dank ihrer Migräne nur im Bett liegt und ihre Kinder als Belastung empfindet, die älteren Geschwister, die Malvina nicht ernst nehmen, sie alle sind sehr lebensnah beschrieben.
Am besten haben mir die positiven Szenen gefallen. Malvinas Erinnerungen an den vergangenen Sommer, in dem sie viel Zeit mit ihrer besten Freundin Lizzy verbracht hat und ihre langsame, vorsichtige Annäherung an einen Jungen aus der Nachbarschaft sind angenehm zu lesen und lockern die bedrohliche Atmosphäre, die sonst im Buch herrscht, deutlich auf. Was das Buch aber besonders macht, sind nicht die Spiele mit der Freundin oder die jugendliche Liebe, sondern der subtile Umgang, mit einem schwierigen Thema.
Auf mich hat "Rotkäppchen muss weinen" einen unglaublichen Sog ausgewirkt, es ist ein Buch, das mich auch nach dem Lesen noch beschäftigt und nicht mehr losgelassen hat. Für mich ein absoluter Buchtipp und



Das Buch hat mich komplett in seinen Bann gezogen. Hätte ich nicht an einer Leserunde teilgenommen, hätte ich es wohl an einem Stück durchgelesen. Im Nachhinein bin ich aber froh, dass ich immer wieder eine Pause eingelegt habe und mir die Zeit genommen habe, über das Gelesene nochmal nachzudenken.
Die Geschichte wird aus Malvinas Sicht erzählt, somit ist die Sprache sehr einfach, die Erzählweise eher kindlich. Allerdings trägt genau diese Perspektive dazu bei, dass man sich sofort fühlt, als würde man selbst in Malvinas Haut stecken. Der übermäßig strenge Vater, die Mutter, die dank ihrer Migräne nur im Bett liegt und ihre Kinder als Belastung empfindet, die älteren Geschwister, die Malvina nicht ernst nehmen, sie alle sind sehr lebensnah beschrieben.
Am besten haben mir die positiven Szenen gefallen. Malvinas Erinnerungen an den vergangenen Sommer, in dem sie viel Zeit mit ihrer besten Freundin Lizzy verbracht hat und ihre langsame, vorsichtige Annäherung an einen Jungen aus der Nachbarschaft sind angenehm zu lesen und lockern die bedrohliche Atmosphäre, die sonst im Buch herrscht, deutlich auf. Was das Buch aber besonders macht, sind nicht die Spiele mit der Freundin oder die jugendliche Liebe, sondern der subtile Umgang, mit einem schwierigen Thema.
Auf mich hat "Rotkäppchen muss weinen" einen unglaublichen Sog ausgewirkt, es ist ein Buch, das mich auch nach dem Lesen noch beschäftigt und nicht mehr losgelassen hat. Für mich ein absoluter Buchtipp und




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Sonstige Belletristik
Montag, 14. Februar 2011
Karen Duve - Anständig essen: Ein Selbstversuch
Nach Jonathan Safran Foers "Tiere Essen" gibt es nun auch ein Buch aus Deutschland, das sich mit mit diesem Thema auseinandersetzt. Karen Duves Herangehensweise ist allerdings ganz anders. "Tiere Essen" liefert hauptsächlich gut recherchierte Informationen zur Massentierhaltung, Karen Duve plaudert lieber übr ihr eigenes Leben.
In einem Selbstversuch ernährte sie sich jeweils zwei Monate lang nur von Bio-Produkten, dann vegetarisch, vegan und am Ende sogar fruktarisch. An ihren Erlebnissen und Erfahrungen lässt sie den Leser in ihrem Buch teilhaben. Es geht allerdings nicht annähernd nur um ihr Essverhalten. Viel Platz nehmen auch Episoden aus ihrem Privatleben ein, sie erzählt von ihren Haustieren, ihrer Mitbewohnerin, die den Anstoß zu diesem Experiment gab und auch von ihrer Familie, die meist wenig Verständnis aufbringt.
Das Buch ist durchaus unterhaltsam geschrieben, liest sich über weite Strecken mehr wie ein Roman, liefert aber trotzdem viele interessante Informationen über unser Essen. Viele Menschen machen sich leider keine Gedanken darüber, wo das Schnitzel herkommt, das mittags auf dem Teller liegt. Vielleicht kann Karen Duves Buch da einige Denkanstöße liefern.
Mir waren viele Dinge schon bekannt, die in "Anständig essen" thematisiert werden. Über Massentierhaltung hatte ich mich vorher schon eingehend informiert, interessant fand ich deshalb hauptsächlich die Kapitel über vegane Ernährung. Ein komplettes Kapitel ist zum Beispiel dem Verzehr von Milch gewidmet, die möglicherweise gar nicht so gesund für uns ist, wie man uns gerne einreden möchte. Eigentlich war mir auch klar, dass Kühe nicht freiwillig von ihren Kälbern getrennt werden und uns Milch liefern und auch die Hühner (sogar Bio-Hühner) nicht glücklich auf der Wiese stehen und hin und wieder ein Ei legen. Man muss das aber nochmal in aller Deutlichkeit gesagt bekommen, um seine Gewohnheiten und seine Ernährung vielleicht einmal kritisch zu betrachten und zu überdenken.
Für mich ist "Anständig essen" ein wichtiges Buch, das zwar für Leser, die sich mit dem Thema schon beschäftigt haben, nicht viel Neues liefern kann, vielen anderen aber in einem nicht belehrenden oder moralisierenden Ton die Augen öffnen kann. Mir persönlich war es gerade am Anfang des Buches zu viel Geplauder und zu wenig Information, deshalb gibt es



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Freitag, 11. Februar 2011
Meine Bücherregale
Vielleicht interessiert es den ein oder anderen, wie es bei mir so aussieht, und ob meine Bücher es auch gut bei mir haben. Deshalb habe ich mal ein paar Fotos von meinen Bücherregalen gemacht. Leider stehen die Regale auf dem Flur und da gibt es keine Fenster. Die Lichtverhältnisse sind also nicht die besten.
Als erstes kommt hier mal mein SuB-Regal. Schön wäre, wenn es darin in Zukunft auch wieder etwas mehr Platz gäbe, um neue Bücher auch ins Regal stellen zu können und nicht quer auf die anderen Bücher legen zu müssen.
Ein Klick aufs Foto macht dieses größer, dann kann man auch einzelne Bücher erkennen. Und hier kommt jetzt mein Regal mit den gelesenen Büchern. Ich habe sie nach einem etwas seltsamen System geordnet. Teilweise thematisch und teilweise nach Herkunft der Autoren. Teilweise auch nach Größe, da ich ein Regalbrett habe, auf dem nur sehr kleinformatige Bücher Platz haben (ganz oben).
Das ist aber natürlich noch lange nicht alles, gut die Hälfte meiner Bücher steht noch bei meinen Eltern. Zuerst dachte ich ja, dass ich in meiner ersten richtigen Wohnung sicher Platz für alle meine Bücher hätte, aber zum Glück durfte ich dann doch noch zwei Regale voll in meinem alten Kinderzimmer lassen. Dort stehen dann hauptsächlich Jugendbücher und Bücher, die ich früher gelesen habe, jetzt aber nicht mehr so interessant finde. Zum Glück bin ich dieses Wochenende zu Besuch bei meinen Eltern, dann kann ich das fehlende Foto noch nachliefern.
Als erstes kommt hier mal mein SuB-Regal. Schön wäre, wenn es darin in Zukunft auch wieder etwas mehr Platz gäbe, um neue Bücher auch ins Regal stellen zu können und nicht quer auf die anderen Bücher legen zu müssen.
Ein Klick aufs Foto macht dieses größer, dann kann man auch einzelne Bücher erkennen. Und hier kommt jetzt mein Regal mit den gelesenen Büchern. Ich habe sie nach einem etwas seltsamen System geordnet. Teilweise thematisch und teilweise nach Herkunft der Autoren. Teilweise auch nach Größe, da ich ein Regalbrett habe, auf dem nur sehr kleinformatige Bücher Platz haben (ganz oben).
Das ist aber natürlich noch lange nicht alles, gut die Hälfte meiner Bücher steht noch bei meinen Eltern. Zuerst dachte ich ja, dass ich in meiner ersten richtigen Wohnung sicher Platz für alle meine Bücher hätte, aber zum Glück durfte ich dann doch noch zwei Regale voll in meinem alten Kinderzimmer lassen. Dort stehen dann hauptsächlich Jugendbücher und Bücher, die ich früher gelesen habe, jetzt aber nicht mehr so interessant finde. Zum Glück bin ich dieses Wochenende zu Besuch bei meinen Eltern, dann kann ich das fehlende Foto noch nachliefern.
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Bunte Bücherwelt
Donnerstag, 10. Februar 2011
Patricia Wrede / Caroline Stevermer - Sorcery & Cecelia
or The Enchanted Chocolate Pot

England Anfang des 19. Jahrhunderts. Cecelia und Kate können die Saison nicht zusammen verbringen. Während Kate mit ihrer hübschen jüngeren Schwester und ihrer Tante in London auf Bälle geht und viele neue Bekanntschaften schließt, muss Cecelia bei ihrer anderen Tante und ihrem Vater bleiben. Die beiden schreiben sich lange und ausführliche Briefe und tauschen sich über alle möglichen Dinge aus.
Zum Glück spielt dieses Buch in einer Parallelwelt, in der Magie existiert, sonst wäre die Geschichte vermutlich recht langweilig. So aber fühlt man sich in einen Roman von Jane Austen versetzt, in dem es allerdings ganz schön magisch und geheimnisvoll zugeht. Es dauert einige Zeit, bis Kate und Cecelia herausfinden, wer in ihrem Umfeld magisch begabt ist und von welchen Personen eine Gefahr ausgeht. Aber die Spannung steigt immer weiter an bis zum rasanten Finale, das zugegebenermaßen in einem Brief nicht so nervenaufreibend wirkt, wie es vielleicht wirken würde, wenn man es als Leser direkt miterleben würde. Zumindest weiß man ja so schon, dass der Briefeschreiberin nichts schlimmes passiert sein kann.
Entstanden ist dieser Roman durch ein Brief-Spiel. Die beiden Autorinnen schrieben sich gegenseitig Briefe und zwar so, als wären sie Cecelia bzw. Kate. In einem Nachwort berichten sie über diese ungewöhnliche Entstehungsgeschichte. Man merkt dem Buch kaum an, dass es durch ein Spiel entstanden ist, die Autorinnen haben die Briefe allerdings auch nochmal überarbeitet.
Ich fand dieses Buch wirklich toll, ich liebe die Romane von Jane Austen und fühlte mich bei "Sorcery & Cecelia", als würde ich ein Fantasy-Buch von ihr lesen. Eine tolle und gelungene Mischung, diese ganzen Bälle und altmodischen Veranstaltungen und mitten darunter die verzauberte Kakao-Kanne (oder wie auch immer man den "enchanted chocolate pot" übersetzen möchte). Ein absolutes Wohlfühlbuch für gemütliche Schmökerstunden auf der Couch!





P.S. Es gibt noch zwei Fortsetzungen "The Grand Tour" und "The Mislaid Magician" die anscheinend leider nicht mehr in Briefform geschrieben sind, sondern als Tagebucheinträge etc. Ich werde die beiden Bücher sicher trotzdem irgendwann lesen. Oder kennt sie schon jemand und kann mir sagen, ob sie empfehlenswert sind?
England Anfang des 19. Jahrhunderts. Cecelia und Kate können die Saison nicht zusammen verbringen. Während Kate mit ihrer hübschen jüngeren Schwester und ihrer Tante in London auf Bälle geht und viele neue Bekanntschaften schließt, muss Cecelia bei ihrer anderen Tante und ihrem Vater bleiben. Die beiden schreiben sich lange und ausführliche Briefe und tauschen sich über alle möglichen Dinge aus.
Zum Glück spielt dieses Buch in einer Parallelwelt, in der Magie existiert, sonst wäre die Geschichte vermutlich recht langweilig. So aber fühlt man sich in einen Roman von Jane Austen versetzt, in dem es allerdings ganz schön magisch und geheimnisvoll zugeht. Es dauert einige Zeit, bis Kate und Cecelia herausfinden, wer in ihrem Umfeld magisch begabt ist und von welchen Personen eine Gefahr ausgeht. Aber die Spannung steigt immer weiter an bis zum rasanten Finale, das zugegebenermaßen in einem Brief nicht so nervenaufreibend wirkt, wie es vielleicht wirken würde, wenn man es als Leser direkt miterleben würde. Zumindest weiß man ja so schon, dass der Briefeschreiberin nichts schlimmes passiert sein kann.
Entstanden ist dieser Roman durch ein Brief-Spiel. Die beiden Autorinnen schrieben sich gegenseitig Briefe und zwar so, als wären sie Cecelia bzw. Kate. In einem Nachwort berichten sie über diese ungewöhnliche Entstehungsgeschichte. Man merkt dem Buch kaum an, dass es durch ein Spiel entstanden ist, die Autorinnen haben die Briefe allerdings auch nochmal überarbeitet.
Ich fand dieses Buch wirklich toll, ich liebe die Romane von Jane Austen und fühlte mich bei "Sorcery & Cecelia", als würde ich ein Fantasy-Buch von ihr lesen. Eine tolle und gelungene Mischung, diese ganzen Bälle und altmodischen Veranstaltungen und mitten darunter die verzauberte Kakao-Kanne (oder wie auch immer man den "enchanted chocolate pot" übersetzen möchte). Ein absolutes Wohlfühlbuch für gemütliche Schmökerstunden auf der Couch!





P.S. Es gibt noch zwei Fortsetzungen "The Grand Tour" und "The Mislaid Magician" die anscheinend leider nicht mehr in Briefform geschrieben sind, sondern als Tagebucheinträge etc. Ich werde die beiden Bücher sicher trotzdem irgendwann lesen. Oder kennt sie schon jemand und kann mir sagen, ob sie empfehlenswert sind?
Ich lese gerade: Gail Carriger - Soulless
Nachdem ich schon so viel positives über das Buch gehört habe, muss ich es nun auch unbedingt selbst lesen.
Hier schon mal der Klappentext:
Alexia Tarabotti is laboring under a great many social tribulations. First, she has no soul. Second, she's a spinster whose father is both Italian and dead. Third, she was rudely attacked by a vampire, breaking all standards of social etiquette.
Where to go from there? From bad to worse apparently, for Alexia accidentally kills the vampire -- and then the appalling Lord Maccon (loud, messy, gorgeous, and werewolf) is sent by Queen Victoria to investigate.
With unexpected vampires appearing and expected vampires disappearing, everyone seems to believe Alexia responsible. Can she figure out what is actually happening to London's high society? Will her soulless ability to negate supernatural powers prove useful or just plain embarrassing? Finally, who is the real enemy, and do they have treacle tart?
Am 16. Mai soll das Buch auch auf Deutsch erscheinen unter dem Namen "Glühende Dunkelheit".
Ich finde die englischen Cover zwar viel schöner, aber eigentlich zählt ja der Inhalt des Buches. Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt und werde demnächst hier berichten, wie mir "Soulless" gefällt.
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Bunte Bücherwelt
Sonntag, 6. Februar 2011
Alexander Felden - Rabenschwarz
Ausgerechnet Blackrock Manor, das geheimnisvolle Spukhotel mitten im Wald, soll Ziel des Schulausfluges werden. Mister Schwarz, der Geschichtslehrer, will seiner Klasse beweisen, dass es dort nicht spukt und man mit ein bisschen Vernunft die seltsamen Vorkommnisse in der Ruine erklären kann. Doch bald passieren Dinge, die mit reiner Vernunft eben nicht mehr zu verstehen sind. Ian und seine Freunde geraten immer wieder in Gefahr beim Versuch, die Rätsel um das Spukhotel zu lösen.
Alexander Felden ist mit "Rabenschwarz" ein sehr spannendes Jugendbuch gelungen. Seine Jugendlichen sind zwar Stereotypen, es gibt den Draufgänger, den Vernünftigen, den Klassenclown, die besserwisserische Streberin, wie man sie in jeder Schulklasse finden wird. Das hat mich aber nicht sonderlich gestört, da es jugendlichen Lesern einfacher gemacht wird, sich mit Ian und Co zu identifizieren und auch einzelne Personen aus der eigenen Klasse in den Figuren wiederzuerkennen. Auch das Alter der Protagonisten ist nicht festgelegt, was dem Leser die Möglichkeit gibt, sich diese im eigenen Alter vorzustellen.
Lange Zeit tappt man mit Ian und seinen Freunden im Dunkeln, kann sich nicht vorstellen, was das Geheimnis von Blackrock Manor ist. Es gibt immer wieder Hinweise, die man wie ein Puzzle zusammensetzen muss, man wird durchaus zum Miträtseln eingeladen. Einige Szenen sind ganz schön furchteinflößend und gruselig, ich hätte als Jugendliche sicher Angst bekommen und habe mich selbst jetzt als Erwachsene nicht getraut, das Buch abends zu Ende zu lesen. Sicher gibt es aber heute etwas weniger sensible Jugendliche, die mit so einem Buch besser umgehen können.
Das Ende hat mich dann leider nicht komplett überzeugt, da es ein großes Durcheinander mit sehr vielen Wendungen und Informationen war. Da wäre weniger meiner Meinung nach mehr gewesen, oder man hätte einige Sachen schon etwas früher aufklären müssen. Auch geht es für ein Jugendbuch ein bisschen grausam zu. Dass das Buch nicht komplett in sich abgeschlossen ist, habe ich schon erwartet, es sind noch zwei Fortsetzungen geplant, die allerdings noch nicht erschienen sind.
Sprachlich ist das Buch sehr angenehm zu lesen und ist auch etwas anspruchsvoller geschrieben, driftet nicht in den "Slang" der Jugendlichen ab. Etwas gewöhnungsbedürftig ist, dass die wörtliche Rede kursiv gesetzt ist, aber auch das nimmt man nach wenigen Seiten kaum noch wahr. Rabenschwarz ist im Selbstverlag erschienen, was aber niemanden abschrecken sollte, dieses gelungene Jugendbuch zu lesen. Von mir bekommt es wegen einiger Mängel und einem eher schwachen Ende nur

, ich bin aber trotzdem gespannt auf den nächsten Teil und hoffe, dass er bald erscheinen wird.
Alexander Felden ist mit "Rabenschwarz" ein sehr spannendes Jugendbuch gelungen. Seine Jugendlichen sind zwar Stereotypen, es gibt den Draufgänger, den Vernünftigen, den Klassenclown, die besserwisserische Streberin, wie man sie in jeder Schulklasse finden wird. Das hat mich aber nicht sonderlich gestört, da es jugendlichen Lesern einfacher gemacht wird, sich mit Ian und Co zu identifizieren und auch einzelne Personen aus der eigenen Klasse in den Figuren wiederzuerkennen. Auch das Alter der Protagonisten ist nicht festgelegt, was dem Leser die Möglichkeit gibt, sich diese im eigenen Alter vorzustellen.
Lange Zeit tappt man mit Ian und seinen Freunden im Dunkeln, kann sich nicht vorstellen, was das Geheimnis von Blackrock Manor ist. Es gibt immer wieder Hinweise, die man wie ein Puzzle zusammensetzen muss, man wird durchaus zum Miträtseln eingeladen. Einige Szenen sind ganz schön furchteinflößend und gruselig, ich hätte als Jugendliche sicher Angst bekommen und habe mich selbst jetzt als Erwachsene nicht getraut, das Buch abends zu Ende zu lesen. Sicher gibt es aber heute etwas weniger sensible Jugendliche, die mit so einem Buch besser umgehen können.
Das Ende hat mich dann leider nicht komplett überzeugt, da es ein großes Durcheinander mit sehr vielen Wendungen und Informationen war. Da wäre weniger meiner Meinung nach mehr gewesen, oder man hätte einige Sachen schon etwas früher aufklären müssen. Auch geht es für ein Jugendbuch ein bisschen grausam zu. Dass das Buch nicht komplett in sich abgeschlossen ist, habe ich schon erwartet, es sind noch zwei Fortsetzungen geplant, die allerdings noch nicht erschienen sind.
Sprachlich ist das Buch sehr angenehm zu lesen und ist auch etwas anspruchsvoller geschrieben, driftet nicht in den "Slang" der Jugendlichen ab. Etwas gewöhnungsbedürftig ist, dass die wörtliche Rede kursiv gesetzt ist, aber auch das nimmt man nach wenigen Seiten kaum noch wahr. Rabenschwarz ist im Selbstverlag erschienen, was aber niemanden abschrecken sollte, dieses gelungene Jugendbuch zu lesen. Von mir bekommt es wegen einiger Mängel und einem eher schwachen Ende nur


, ich bin aber trotzdem gespannt auf den nächsten Teil und hoffe, dass er bald erscheinen wird.
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Kinder-und Jugendbuch
Samstag, 5. Februar 2011
Oliver Plaschka, Alexander Flory, Matthias Mösch - Der Kristallpalast
Was passiert, wenn drei Autoren zusammen ein Buch schreiben? Zuerst war ich skeptisch, aber da ich die anderen beiden Bücher von Oliver Plaschka sehr mochte, habe ich "Der Kristallpalast" natürlich trotzdem gelesen. Und da sich die Handlung auf drei Hauptpersonen aufteilt, die jeweils aus der Ich-Perspektive erzählen, merkt man gar nicht, dass das Buch von drei verschiedenen Personen geschrieben wurde. Der Stil und die Erzählweise bei den drei Protagonisten wäre sicher auch unterschiedlich gewesen, hätte nur ein Autor das komplette Buch geschrieben. Enthalten ist auch ein interessantes Nachwort, in dem Oliver Plaschka erzählt, wie das Buch entstanden ist und wie die Zusammenarbeit funktioniert hat. Auch hier geht er kurz darauf ein, da man das Nachwort am besten erst nach dem Buch liest.
Nun aber zum Buch und zur Geschichte selbst. Der Schauplatz dieses Buches ist London im Jahr 1851, kurz bevor die Weltausstellung eröffnet werden soll. Die Handlung lässt sich gar nicht so leicht zusammenfassen, ohne zu viel zu verraten. Es gibt drei sehr unterschiedliche Protagonisten, verschiedene geheimnisvolle Gruppierungen mit verschiedenen Zielen, mysteriöse Artefakte, Kristalle und Waffen... und irgendwie führen alle Spuren zum Kristallpalast.
Das Buch ist sehr spannend und temporeich, vor allem durch den Wechsel zwischen den drei Hauptpersonen. Die Handlung findet innerhalb weniger Tage statt, eine Verschnaufpause gibt es da nicht. Allerdings fand ich es auch sehr kompliziert, den Überblick über die vielen Personen zu behalten, die unterschiedlichen Organisationen angehören und deren Ziele nur selten klar waren. Die Diskussionen und gemeinsamen Spekulationen in der Leserunde waren dabei sehr hilfreich und haben mir Zusammenhänge verdeutlicht, die ich alleine sicher übersehen hätte. Man muss sich mit dem Buch schon intensiv beschäftigen, um alle Hinweise mitzukriegen und nichts wichtiges zu überlesen.
Das Ende hatte ich mir dann auch etwas spektakulärer vorgestellt, als es eigentlich war, der große Aha-Effekt und die ganze große Begeisterung wie bei "Die Magier von Montparnasse" blieben diesmal aus. Ich habe das Buch gerne gelesen, es hat mich gut unterhalten und mich viele Tage in Gedanken beschäftigt, trotzdem ist der Funke diesmal nicht ganz übergesprungen und es gibt "nur"



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4 Schafe,
Fantasy und Phantastik
Freitag, 4. Februar 2011
Neuzugang
Endlich konnte ich heute mein Buch bei der Post abholen. Schon am Montag ist es angekommen und dank stressiger Woche habe ich es nicht früher geschafft bei der Post vorbeizugehen. Dafür ist die Freude jetzt umso größer. Von vorablesen.de habe ich folgendes bekommen:
Der Klappentext:
In seinem neuen großen Roman erzählt Catalin Dorian Florescu die abenteuerliche Lebens- und Familiengeschichte des Jacob Obertin, aufgespannt zwischen Lothringen und dem rumänischen Banat. Es ist eine Geschichte von Liebe und Freundschaft, Flucht und Verrat und darüber, wie die Fähigkeit eines Menschen zu lieben ihn über alles hinwegretten kann.
Die Leseprobe fand ich schon sehr gut und ich bin gespannt, wie mir das Buch gefallen wird. Ich werde es bestimmt bald lesen. Besonders nett finde ich ja auch, dass ein Brief mit einer echten Unterschrift dabei ist. Das kenne ich von vorablesen sonst nicht. Da musste bestimmt die arme Praktikantin 100 Briefe unterschreiben...
Catalin Dorian Florescu - Jacob beschließt zu lieben
Der Klappentext:
In seinem neuen großen Roman erzählt Catalin Dorian Florescu die abenteuerliche Lebens- und Familiengeschichte des Jacob Obertin, aufgespannt zwischen Lothringen und dem rumänischen Banat. Es ist eine Geschichte von Liebe und Freundschaft, Flucht und Verrat und darüber, wie die Fähigkeit eines Menschen zu lieben ihn über alles hinwegretten kann.
Die Leseprobe fand ich schon sehr gut und ich bin gespannt, wie mir das Buch gefallen wird. Ich werde es bestimmt bald lesen. Besonders nett finde ich ja auch, dass ein Brief mit einer echten Unterschrift dabei ist. Das kenne ich von vorablesen sonst nicht. Da musste bestimmt die arme Praktikantin 100 Briefe unterschreiben...
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