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Dienstag, 1. März 2011

Der Februar in Büchern

Neu auf dem SuB:
Catalin Dorian Florescu - Jakob beschließt zu lieben (vorablesen.de)
Anke Höhl-Kayser - Ronar (Rezensionsexemplar)
Susanne Gerdom - Der Nebelkönig (Leseexemplar für eine Leserunde)
Nataša Dragnić - Jeden Tag, jede Stunde

Der Nebelkönig und Jeden Tag, jede Stunde lese ich aktuell. Meine Vorsätze zum SuB-Abbau sind auch weiterhin aktuell, diesen Monat habe ich ja auch nur ein Buch bei Tauschticket angefordert, alle anderen habe ich geschenkt bekommen und da kann ich einfach schlecht nein sagen. Bald beginnt die Fastenzeit und für diese 6 Wochen gilt bei mir ein strenges Buchkaufverbot. Das ziehe ich eigentlich jedes Jahr durch, genau wie ich in dieser Zeit auch keine Süßigkeiten esse. 


Neu im Februar und schon gelesen:
Hwang Sok-yong - Die Geschichte des Herrn Han
Ein sehr interessantes Buch aus der Zeit des Koreakrieges.

Vom SuB gelesen:
Oliver Plaschka, Alexander Flory, Matthias Mösch - Der Kristallpalast
Ein toller Fantasy-Roman mit vielen interessanten Charakteren, allerdings hat mich das Ende ein bisschen enttäuscht.

Alexander Felden - Rabenschwarz
Ein spannender Jugendroman, der leider am Ende etwas zu sehr in Richtung Horror geht und im letzten Drittel meiner Meinung nach auch nicht mehr für Jugendliche geeignet ist.

Patricia Wrede / Caroline Stevermer - Sorcery & Cecelia
Ein Briefroman zwischen zwei jungen Damen zur Zeit von Jane Austen. Und um das Ganze noch spannender zu machen, gibt es in dieser Welt auch Magie.

Karen Duve - Anständig essen
Ein interessantes und lesenswertes Buch über Ernährung. Karen Duve konzentriert sich dabei aber manchmal zu sehr auf ihr Privatleben und das Zeitgeschehen, unterhaltsam zu lesen ist das zwar auch, aber man erwartet eigentlich etwas anderes.

Beate Teresa Hanika - Rotkäppchen muss weinen
Ein tolles Jugendbuch über ein sehr sensibles Thema. Lesenswert! Mein Monats-Highlight.

Sir Arthur Conan Doyle - The Adventures of Sherlock Holmes
Auch wenn ich keine Krimis mag, fand ich Sherlock Holmes sehr spannend.

Gail Carriger - Soulless
Einfach erfrischend anders, ich hatte sehr viel Spaß mit dem Buch.

Mit dem Februar als Lesemonat bin ich sehr zufrieden. Ich habe eigentlich nur gute Bücher gelesen, so kann es definitiv weitergehen!

Donnerstag, 24. Februar 2011

Hwang Sok-yong - Die Geschichte des Herrn Han



Als 1950 der Koreakrieg ausbricht, arbeitet Han Yongdok als Gynäkologe in einem Krankenhaus in Pjöngjang. Fast alle Kollegen werden zum Militär einberufen, Han wird allerdings an ein anderes Krankenhaus versetzt. Dort werden mit den wenigen vorhandenen Medikamenten und Arbeitskräften nur Parteimitglieder behandelt. Han widersetzt sich und operiert ein junges Mädchen, wird aber erwischt und landet im Gefängnis. Eine Erschießung überlebt er leicht verletzt. Er flieht ohne Familie in den Süden des Landes und fängt dort, so gut es geht, ein neues Leben an. Jahre später stirbt er einsam und verarmt in Seoul.

Ganz nüchtern, fast wie ein Bericht wird die Geschichte von Herrn Han erzählt. Manchmal war mir das fast ein bisschen zu distanziert, an anderen Stellen war ich aber froh, dass nicht genauer auf die Gefühle und Gedanken eingegangen, sondern alles nur "von außen" beschrieben wird. Auf Folter und grausame Verhörmethoden, die detailliert ausgeführt werden, kann ich nämlich sehr gut verzichten.

Die Geschichte von Herrn Han ist nicht sehr spezifisch koreanisch. Einerseits fand ich das gut, da der Machtmissbrauch des Regimes und die Versuche, Kritik oder Andersdenken sofort im Keim zu ersticken, sicher auch in vielen anderen Ländern und zu anderen Zeiten so vorkommen oder vorgekommen sind.  Andererseits hätte ich mir doch gewünscht, etwas mehr über die Konflikte zwischen Nord- und Südkorea zu erfahren.

Insgesamt aber ein sehr interessantes und lesenswertes Buch!

Gelesen habe ich dieses Buch im Rahmen meiner literarischen Weltreise für Südkorea. Nun fehlt mir noch ein Buch aus Nordkorea, hat jemand einen Tipp für mich?

Mittwoch, 23. Februar 2011

Neuzugänge

Trotz selbstauferlegtem Buchkaufverbot gab es mal wieder ein paar neue Bücher für mich.



Links im Bild Jeden Tag, jede Stunde von Nataša Dragnić. Ich fand die Leseprobe auf vorablesen.de schon so toll, aber leider hatte ich kein Glück bei der Verlosung. Netterweise wurde mir das Buch dann über Tauschticket angeboten.
Sechzehn Jahre haben Dora und Luka sich nicht mehr gesehen, obwohl sie einmal unzertrennlich waren: Wunderschöne Sommertage verbrachten sie als Kinder miteinander am Felsenstrand des kleinen kroatischen Fischerdorfes, in dem sie aufwuchsen - bis Dora mit ihren Eltern nach Frankreich zog und Luka allein zurück blieb.
Als Mittzwanziger treffen sie sich nun überraschend in Paris wieder und es ist klar: Sie gehören einfach zusammen. Doch das Leben hat andere Pläne mit ihnen.
Ich habe mit dem Buch schon angefangen und bin total begeistert. Es ist sprachlich was ganz Besonderes und die Geschichte ist auch richtig toll. 

Rechts im Bild zu sehen ist Ronar von Anke Höhl-Kayser. Die Autorin hat ganz nett angefragt, ob ich nicht ihr Buch lesen und rezensieren möchte und heute war es schon im Briefkasten. 
Der Weg in den Nebelwald führt den zwölfjährigen Ronar zugleich tief in sein Inneres. Als Fremder und Verrückter galt er in der Familie des Schmieds, in der er als Findelkind aufwuchs. Nun bricht er auf, seine Ziehschwester zu suchen, die von finsteren Reitern entführt wurde. Im Reich der Elthen wird er bereits erwartet. Zwei mächtige Kräfte beginnen um ihn zu ringen: der weise Athanian, der ihn führt und beschützt, und Elaran, der Schwarze König, der ihn unwiderstehlich anzieht. Ronar entdeckt die Verlockungen der Macht und die dunkle Kraft seines Zorns. Im Erlernen der Zauberkunst wächst er über sich hinaus, aber verliert auch die Kontrolle über sich. Bevor er das Rätsel seiner Herkunft lösen und den Ort seiner Bestimmung finden kann, muss er viele Gefahren bestehen und sich der größten aller Herausforderungen stellen: seinem eigenen Ich.
Besonders gefreut habe ich mich auch über mein Leseexemplar zu Der Nebelkönig von Susanne Gerdom.

 
Am Freitag startet auf Leserunden.de eine Leserunde mit der Autorin. Besonders nett fand ich ja, dass Susanne Gerdom noch eine Widmung ins Buch geschrieben und eine Autogrammkarte dazugelegt hat.


Das Buch hört sich auch wirklich interessant an:
In Sallies Welt geht alles seinen scheinbar gewohnten Gang: Sie ist Küchenmädchen in einem Herrenhaus, so groß, verwinkelt und weitläufig, dass Sallie nur einen winzigen Bruchteil davon kennt. Am liebsten hält sie sich ohnedies in der Bibliothek auf, um zu lesen. Denn die Geschichte vom ewigen Kampf des Nebelkönigs gegen die Katzenkönigin lässt sie nicht mehr los. Doch schon bald wird Sallie herausfinden, dass diese Geschichte viel mehr mit ihr zu tun hat, als sie sich auch nur vorstellen kann. Sie beginnt Türen zu öffnen und Fragen zu stellen derweil kriecht der Nebel unaufhörlich ins Haus.

Montag, 21. Februar 2011

Gail Carriger - Soulless


Alexia Tarabotti ist in vielerlei Hinsicht anders. Im Vergleich zu anderen jungen Damen der gehobenen Londoner Gesellschaft hat sie eine dunklere Hautfarbe, eine größere Nase und außerdem keine Seele. Auch für die anderen übernatürlichen Geschöpfe, die sich ins alltägliche Leben so normal wie möglich eingliedern, ist sie eine Außenseiterin, da sie die übersinnlichen Fähigkeiten von Vampiren und Werwölfen neutralisiert. Als sie auf einem Ball von einem Vampir angegriffen wird und diesen mit ihrem Sonnenschirm tötet, kommen die Ereignisse aber erst so richtig ins Rollen. Und eine Liebesgeschichte gibt es auch noch!

Dieses Buch ist wirklich erfrischend anders. Weder glitzern die Vampire, noch wird liebeskrank geschmachtet. Miss Tarabotti ist eine junge charakterstarke Frau, die die Dinge gern selbst in die Hand nimmt. Dass sich einige ihrer Aktionen für eine unverheiratete Dame nicht gehören, ignoriert sie meist gekonnt. Auch alle anderen Charaktere sind wunderbar skurril und einzigartig, sei es der schwule Vampir Lord Akeldama oder Miss Hisselpenny, Alexias beste Freundin, die einen unglaublich schlechten Geschmack bezüglich Kopfbedeckungen an den Tag legt.

Die Handlung ist im Gegensatz zu den liebevoll gestalteten Figuren dann eher dünn. Der Kriminalfall um verschwundene Vampire und Werwölfe ist nicht sonderlich spektakulär, viel mehr dreht sich das Buch um das Geplänkel zwischen Alexia und Lord Maccon. Das ist zwar auch über weite Strecken ganz witzig, zumal sich beide Parteien bewusst sind, dass sie ein Spiel spielen, manchmal hätte ich mir aber ein kleines bisschen mehr "echte" Handlung gewünscht.

Insgesamt fand ich Soulless sehr unterhaltsam zu lesen und freue mich auf die Folgebände. Für die vielen tollen Ideen, die liebevollen Details und viel erfrischend Neues im Bezug auf Vampire gibt es .