Freitag, 3. Juli 2009

Juni 2009

Christoph Biermann & Ulrich Fuchs - Der Ball ist rund, damit das Spiel die Richtung ändern kann 4/5
Ein sehr interessantes Buch über Fußball, die Geschichte, Taktik, verschiedene Spielsysteme etc. Ich habe viel daraus gelernt und fand es sehr interessant.

John Boyne - The Boy in the Striped Pyjamas 3/5
Naja, irgendwie ganz nett, aber andererseits finde ich, dass es Auschwitz und Konzentrationslager im allgemeinen etwas zu sehr verharmlost und auf Kinder-Niveau bringt. Und Bruno ist so naiv

Vikas Swarup - Slumdog Millionaire 5/5
Mein Buchtipp des Monats!

Yael Hedaya - Liebe Pur 5/5
Und gleich noch ein tolles Buch!

Susanna Clarke - Jonathan Strange & Mr. Norrel 3/5
Naja, einerseits gute Ideen, andererseits oft gähnende Langeweile über weite Strecken...

A. De Giuli e C.M. Naddeo - Mafia, Amore e Polizia 3/5
Ein italienischer Krimi für Anfänger. War ganz nett zu lesen, aber viel kann man von einem Buch mit so einfacher Grammatik und wenig Vokabeln einfach nicht erwarten. Außerdem mag ich eigentlich keine Krimis...

Neil Gaiman - Coraline 4/5
Eine sehr süße und auch gruselige Geschichte, ich bin mal wieder begeistert von Neil Gaiman! Jetzt bin ich gespannt, ob die Geschichte auch im Film gut umgesetzt wurde!

Bram Stoker - Dracula 3/5
Gähnende Langeweile Teil 2! Obwohl es durchaus interessante Passagen gab und der Anfang sehr viel versprochen hat...

Homer - Odyssee 4/5
Die Odyssee hat mich positiv überrascht! Ich habe ein schwer zugängliches Werk erwartet, das für den heutigen Leser eher langweilig ist, allerdings war es dann sehr interessant und angenehm zu lesen!

Susanna Tamaro - Va' dove ti porta il cuore 3/5
Und mein zweites Buch auf Italienisch. Die Geschichte war schon ganz nett, die richtige Begeisterung ist aber ausgeblieben. Mag vielleicht auch daran liegen, dass ich nicht alles perfekt verstanden habe.

Donnerstag, 2. Juli 2009

Bram Stoker - Dracula

Da ich noch keine Dracula-Verfilmung gesehen hatte und auch sonst nichts genaueres über die Handlung wusste, war mir gar nicht klar, auf was ich mich bei dem Buch einlasse. Dass es einen Graf Dracula gibt, der ein Vampir ist, war auch alles, was mir vorher bekannt war.

Am Anfang ging es auch richtig gut los, das Buch war spannend, ich fühlte mich sofort mitten in der Geschichte. Leider hat die Spannung sehr schnell nachgelassen, endlose Tagebucheinträge und das Gefühl, dass gar nichts vorangeht haben meine Freude an dem Buch schnell reduziert.

Van Helsing war mir zwar als Figur nicht unsympathisch, aber sein schlechtes Englisch war anstrengend zu lesen. Auch die "einfache" Bevölkerung mit ihren schrecklichen Dialekten waren teilweise kaum zu verstehen. Das mag zwar alles zur Authentizität des Buches beitragen, aber sicher nicht zur Lesefreundlichkeit. Dass Mina auf einmal zur Superfrau wird und dann am Ende doch in Naivität nicht zu übertreffen ist, fand ich auch sehr albern.

Und auch wenn das Buch schon vor über hundert Jahren geschrieben wurde kann ich nicht über Logikfehler und nicht nachvollziehbare plötzliche Charakteränderungen von Personen hinwegsehen. Für mich war es spätestens ab der zweiten Hälfte eine Qual das Buch zu lesen und ich bin froh, dass ich es jetzt hinter mich gebracht habe.

Natürlich war es interessant, den ersten Vampirroman überhaupt zu lesen und zu sehen, wo diese ganzen Vampir-Klischees etc. herkommen und es gab durchaus Passagen, die ich gerne gelesen habe. Insgesamt hat das Buch meiner Meinung nach aber nicht mehr als 3 Sterne verdient.

Vikas Swarup - Rupien! Rupien! (Slumdog Millionaire)

Rupien! Rupien! ist ein Buch, das mich sehr beeindruckt hat und mir Lust gemacht hat, mehr aus und über Indien zu lesen. Allein der Aufbau ist etwas ganz besonderes. Ram macht bei der indischen Version der Quizshow "Wer wird Millionär" mit und zu jeder Frage gibt es eine Episode aus seinem Leben, die erklärt, warum er die Frage beantworten kann.

Auf den ersten Blick hängen die Episoden nicht zusammen, es ist nicht ganz einfach den Überblick zu behalten, wie alt Ram im Moment ist und ob die eine Geschichte vor der anderen spielt oder andersherum. Aber im Laufe des Buches fügen sich die einzelnen Geschichten immer mehr zu einer Ganzheit zusammen und auch am Ende klärt sich noch einiges auf.

Ich denke man muss sich auf das Buch einlassen und einfach hinnehmen, dass es teilweise zu viele Zufälle gibt und sich für Ram fast immer alles zum Guten wendet. Ich habe mich jedenfalls nicht daran gestört und auch das Ende fand ich passend und es ist für mich ein gelungener Abschluss.

Das Buch bringt einem die Kultur Indiens näher, vor allem aber auch das Leben der ärmeren Bevölkerung in den Slums, der Straßenkinder, die jeden Tag ums Überleben kämpfen müssen etc.

Wer den Film "Slumdog Millionaire" gesehen hat, sollte nicht erwarten, dass die Handlung des Films auch der Handlung des Buches entspricht. Ich denke man muss hier beides als eigenständige Werke sehen, da im Film nur die Rahmenhandlung gleich geblieben ist und viele Episoden abgeändert wurden.

Für mich war das Buch ein echtes Highlight! 5 Sterne