Donnerstag, 31. März 2011

Der März in Büchern

Im März neu auf dem SuB:
Anke Höhl-Kayser - Ronar (Rezensionsexemplar)
Siri Hustvedt- The Sorrows of an American (Bookmooch)

Im März gelesen:


Nataša Dragnić - Jeden Tag, jede Stunde
Eine sehr bewegendes Buch über eine schicksalhafte Liebe. Auch sprachlich ansprechend.

Susanne Gerdom - Der Nebelkönig 
Ein geheimnisvolles Jugendbuch, spannend und unterhaltsam (fast) bis zum Ende.

Haruki Murakami - Kafka am Strand
Murakami und ich werden einfach keine Freunde. Das Buch war zwar ganz nett zu lesen, im Endeffekt waren es mir aber zu viele übersinnliche Dinge, die keine Erklärung haben. Man wird als Leser mit allerlei Verrücktheiten ganz allein stehengelassen und hat das Gefühl, nicht mal der Autor selbst weiß, was er damit eigentlich sagen wollte.

Anke Höhl-Kayser - Ronar
Und noch ein spannendes Jugendbuch um das Findelkind Ronar, das in die Welt zieht, um seine entführte Schwester zu suchen und viel mehr als das findet.

Tony Parsons - Stories we could tell  
In der Nacht, in der Elvis starb, ändert sich das Leben von drei Londoner Jugendlichen.

Bernd Perplies - Gegen die Zeit (Magierdämmerung 2)
Durchaus spannende Fortsetzung, die mit dem tollen Auftakt der Reihe aber nicht ganz mithalten kann.

Helen Keller - Meine Welt
Ein interessanter Einblick in das Leben einer tauben und blinden Frau, die trotz allem die Welt um sich wahrnimmt und sich aktiv daran beteiligt.

Rudolf Huebener - Kristalle: Spielfeld der Elektronen
Zu schnell um für Physik-Laien geeignet und zu unmathematisch um für Physiker interessant zu sein.

Heinz Ohff - Gebrauchsanweisung für Schottland
Einen lohnenswerte Einstimmung auf den Schottland-Urlaub. Der Autor plaudert in unterhaltsamem Ton über Land und Leute und lässt eigene Erfahrungen und Anekdoten einfließen.

Mittwoch, 30. März 2011

Bernd Perplies - Gegen die Zeit (Magierdämmerung 2)


Nach nur 2 Monaten Wartezeit konnte ich mich auf den zweiten Teil der Magierdämmerung stürzen. Die Geschichte geht auch nahtlos weiter, man hat gar nicht das Gefühl, ein anderes Buch zu lesen. Die Kapitelnummern fangen nicht bei eins an, sondern bei 14 und es seit dem Ende von Band 1 sind nur wenige Stunden vergangen.

Man trifft sie alle wieder, Jonathan Kentham, der erst vor kurzem die Welt der Magie kennengelernt hat, die Schottin Kendra und ihren Großvater, Holmes und seine Gesiterkatze Watson und auch all die anderen - guten und bösen - Magier sind wieder mit dabei. Zusätzlich gibt es noch einen neuen Handlungsstrang und einige neue Figuren.

Zur Handlung an sich will ich gar nicht viel sagen, da es schwierig ist, etwas über den Mittelteil einer Geschichte zu erzählen, ohne zu viel vom Anfang zu verraten. Deshalb komme ich gleich zu meiner Meinung. Und ich muss leider sagen, dass ich etwas enttäuscht war. In Für die Krone war alles neu, die faszinierende Welt der Fadenmagie, London am Ende des 19. Jahrhunderts als wunderbar passende Schauplatz, die einzigartigen Charaktere und diese spannende, wahnsinnig dichte Erzählweise. In Gegen die Zeit geht das alles so weiter und das Buch ist wieder durchaus spannend und unterhaltsam zu lesen. Aber irgendwie hat mir das gewisse Etwas gefehlt.

Die Handlung plätschert so vor sich hin, ohne richtigen Anfang und ohne richtiges Ende, es passieren zwar spektakuläre und spannende Dinge, richtig mitreißen konnte mich die Geschichte diesmal aber nicht. Ich habe auch recht lange gebraucht, bis ich wieder so richtig in diese fremden Welt eintauchen konnte.

Allgemein kann man sagen, dass ich einfach eine Steigerung gegenüber dem ersten Band erwartet hatte, aber alles lief relativ gleichförmig weiter und auch die neue Figur, die bisher nur eine sehr kleine Rolle einnimmt, konnte nichts an meiner Enttäuschung ändern. Nach dem tollen ersten Band waren meine Erwartungen wohl einfach zu hoch. Ich freue mich aber trotzdem auf den dritten Band und bin überzeugt, dass der mir wieder besser gefallen wird. Mittelteile sind einfach immer etwas schwierig.

Das Schaf in neuem Gewand

Ich habe nochmal ein bisschen am Design herumgespielt, weil es mir vorher eigentlich nie so richtig gefallen hat und nur als Übergangslösung gedacht war, bis ich eine bessere Idee habe. Das Schaf da oben habe ich schon vor langer Zeit fotografiert. Leider ist die Qualität nicht ganz so toll, das war noch mit meiner alten Kamera. Trotz allem ist es mit Abstand das schönste selbstfotografierte Schaf, was ich finden konnte. Und zusätzlich hängen noch positive Erinnerungen an eine schöne Zeit an dem Bild.

Außerdem gibt es jetzt neu einen Rezensions-Index, dass ihr, meine lieben Leser, auf einen Blick sehen könnt, zu welchen Büchern ich hier schon meine Meinung kundgetan habe. Ich hoffe das ist hilfreich für euch.

Montag, 28. März 2011

Das SuB-Losverfahren und die Festkörperphysik

Auf Karis Blog El Tragalibros fand die 6. Runde des SuB-Losverfahrens statt, an dem ich teilgenommen habe. Jeder Teilnehmer verrät seinen SuB-Stand und die von Kari ausgeloste Glücksfee sucht eine Nummer aus, ohne den SuB selbst zu kennen.


Gelost hat für mich Myriel, die mir mit der Nummer 63 leider keinen großen Gefallen getan hat. Die Wahl fiel nämlich auf eines meiner Physikbücher: Rudolf Huebener - Kristalle: Spielfeld der Elektronen


Gekauft hatte ich das Buch irgendwann 2006 oder 2007, als Festkörperphysik auch gerade auf dem Lehrplan stand. Damals habe ich es nicht gelesen, weil die Vorlesung schon so langweilig war und ich mich nicht auch noch in meiner Freizeit mit dem Thema beschäftigen wollte.

Jetzt habe ich mich aber erfolgreich durchgequält und will von heute an möglichst nichts mehr mit Festkörperphysik zu tun haben. Eine vernünftige Rezension zu dem Buch kann ich leider nicht liefern, dies dürfte allerdings auch kaum jemanden interessieren, da das Buch doch recht speziell ist.

Rudolf Huebener sagt zwar im Vorwort, dass sich das Buch an den naturwissenschaftlich und technisch interessierten Laien wendet, ohne Fachkenntnisse vorauszusetzen. Diese Einschätzung des Autors kann ich allerdings nicht bestätigen. Das Buch ist auf einem sehr hohen Niveau geschrieben und liest sich eher wie eines der Lehrbücher, mit denen ich während des Studiums gearbeitet habe. Erwartet hätte ich eher eine populärwissenschaftliche Abhandlung, über die Themen, die ich mangels Interesse im Studium nicht so richtig verstanden habe. Leider konnte das Buch mir da nicht weiterhelfen.

Die einzelnen Themen sind zwar gut ausgewählt und ich kann - trotz vieler Zeitsprünge und Querverweise - den Aufbau nachvollziehen, aber das Tempo, das hier vorgelegt wird, ist für einen Laien wirklich nicht geeignet. Deshalb stellt sich für mich wiederum die Frage nach der Zielgruppe. Ich - als Physikerin - kann es auch nicht sein, da der Autor zugunsten der Allgemeinverständlichkeit auf mathematische Formulierungen verzichtet. Man findet hier also nichts Halbes und nichts Ganzes und könnte sicherlich bessere Bücher über diese Thematik lesen, wenn man denn Interesse hätte...

Von mir gibt es daher nur .

Das SuB-Losverfahren allgemein hat aber trotzdem viel Spaß gemacht und ich bin in der nächsten Runde auf jeden Fall wieder dabei!

Freitag, 25. März 2011

Neuzugänge in der Fastenzeit!

Und trotzdem habe ich nicht gegen das Buchkauf-Fasten verstoßen! Wie geht das denn?

Zum einen hat mir Anke Höhl-Kayser auch den zweiten Teil von Ronar zukommen lassen, dieser heißt Ronar - Zwei Welten und ich bin schon sehr gespannt darauf!

Das zweite Buch hatte ich noch vor der Fastenzeit bei Bookmooch angefordert, allerdings kam es zuerst zurück zur Absenderin mit dem Vermerk, dass ich unter der Adresse nicht zu ermitteln wäre. Beim zweiten Versuch hat es dann aber zum Glück geklappt und The Sorrows of an American von Siri Hustvedt durfte in mein Bücherregal einziehen.

Heute präsentiert euch mein Türstopper-Schaf meine Neuzugänge:

Tony Parsons - Als wir unsterblich waren (Stories we could tell)


Der 16. August 1977 ist nicht nur der Tag, an dem Elvis starb, sondern auch der Tag, an dem sich im Leben von drei Jugendlichen alles verändern sollte. Leon, Ray und Terry arbeiten als Journalisten für eine Musikzeitschrift und haben das Gefühl, damit alles erreicht zu haben, was im Leben wichtig ist. Man trifft die Stars, bekommt Schallplatten umsonst und kennt immer die angesagtesten Clubs und Konzerte der Stadt. Doch nach und nach müssen sie erkennen, dass das Leben trotz allem noch ein paar Prüfungen und Überraschungen bereithält.

Leon, Ray und Terry sind ganz unterschiedliche Charaktere, die aus verschiedenen sozialen Schichten kommen. Und doch verbindet die drei eine ganz besondere Freundschaft und die Liebe zur Musik. Erzählt wird in diesem Buch nur von einer einzigen Nacht, die sie teilweise zusammen und teilweise jeder für sich erleben. Und obwohl die Zeitspanne so kurz ist, deckt das Buch ein breites Spektrum von Gefühlen und Themen ab. Man durchlebt mit den jugendlichen Protagonisten sowohl Zukunftsangst und Ärger, wie auch Hoffnung, Liebe und euphorische Freude. Thematisch findet man hier Drogenprobleme, politisches Engagement gegen Neonazis, Beziehungskrisen und dazwischen immer wieder Musik.

Das Buch sprüht nur so vor Liebe zu Musik. Leider habe ich die wilden 70er selbst nicht miterlebt und kenne viele der erwähnten Bands nur dem Namen nach. Es ist aber auch gar nicht notwendig, die Musik zu kennen, von der erzählt wird, es geht allgemein um dieses ganz besondere Lebensgefühl. Man ist jung, die Welt steht einem offen und man fühlt sich unbesiegbar, trotz aller Probleme.

Insgesamt ein lesenswertes Buch, das einen zurückversetzt in längst vergangene Zeiten (die man nicht notwendigerweise selbst erlebt haben muss).