Dienstag, 19. Oktober 2010

Yann Martel - Schiffbruch mit Tiger


Ich kann mich leider den vielen positiven Meinungen zu dem Buch nicht anschließen, die ich bisher gelesen habe.

Das Buch beginnt ja noch ganz witzig mit einem Vorwort des vermeintlichen Autors, der auf der Suche nach einer guten Geschichte auf Pi Patel verwiesen wird und dessen Erlebnisse aufschreibt. Ich mag es gerne, wenn es eine "Geschichte in der Geschichte" gibt und sich auch der "Autor" immer mal wieder zu Wort meldet, wie es auch bei "Schiffbruch mit Tiger" der Fall ist. Leider ist dies nicht konsequent durchgezogen worden, es fehlt am Ende auch ein abschließendes Wort des Autors und ein Kommentar über Pis Leben nach den Geschehnissen.

Die religiöse Seite der Geschichte wirkt konstruiert und wenig überzeugend. Der junge Pi kritisiert in einem Moment noch das Christentum und beschreibt, wie viel mächtiger hinduistische Götter sind und auf der nächsten Seite will er Christ werden. Ich konnte überhaupt nicht verstehen, was ihn so sehr daran reizt, Hindu, Christ und Moslem gleichzeitig zu sein und worin die Faszination an den verschiedenen Religionen begründet ist. Auch später spielen die Religionen keine große Rolle mehr, was die Frage aufwirft, warum diese Geschichte am Anfang so ausführlich erzählt wird.

Als der "Schiffbruch mit Tiger" dann richtig losgeht, habe ich mich nur noch gelangweilt. Das Buch reiht zusammenhanglose Ereignisse eines Schiffbrüchigen aneinander, auch der Tiger kann da keine große Spannung hineinbringen. Pi ist ein unsympathischer und nerviger Hauptcharakter und das Buch zieht sich endlos. Das Gemetzel der Tiere untereinander und die Art und Weise wie Pi Tiere fängt und erlegt sind übermäßig ausgeschmückt und für meinen Geschmack zu genau beschrieben. Auf diese unnötige Grausamkeit hätte ich gut verzichten können.

Erst gegen Ende kam wieder etwas Spannung auf, als die lange Zeit auf See Pi körperlich und geistig immer mehr verkommen lässt. Auch der dritte Teil war ganz interessant, konnte aber insgesamt meine Meinung über das Buch nicht mehr ändern.

Mittwoch, 6. Oktober 2010

September 2010

Åsne Seierstad - Der Buchhändler aus Kabul  sheep.gif von 123gif.desheep.gif von 123gif.desheep.gif von 123gif.desheep.gif von 123gif.de
Für den Lesekreis gelesen. Ein interessantes Buch über eine Familie in Afghanistan

Maarten ´t Hart - Das Wüten der ganzen Welt 
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Für mich etwas langweilig, obwohl die Geschichte an sich schon interessant war. Nur etwas zu ausführlich erzählt für meinen Geschmack

Bernhard Hennen - Die Elfen  sheep.gif von 123gif.desheep.gif von 123gif.desheep.gif von 123gif.de
Es gab viele schöne und ruhige Passagen, die mir wirklich gefallen haben, es gab aber auch zu viele Kämpfe, die mich gelangweilt haben. 900 Seiten sind für mich aber auch einfach zu viel für ein Buch, spätestens nach der Hälfte war da irgendwie die Luft raus.

Jonathan Safran Foer - Eating Animals  sheep.gif von 123gif.desheep.gif von 123gif.desheep.gif von 123gif.desheep.gif von 123gif.de
Ein interessantes und wichtiges Buch, wenn auch sehr amerikanisch. Mich hat es jedenfalls zum Nachdenken darüber gebracht, ob man wirklich Fleisch zum Leben braucht.

Eric-Emmanuel Schmitt - Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran  sheep.gif von 123gif.desheep.gif von 123gif.desheep.gif von 123gif.desheep.gif von 123gif.de
Ein berührendes kleines Buch, das viel zu schnell gelesen war.

Anette Göttlicher - Wer ist eigentlich Paul?  sheep.gif von 123gif.desheep.gif von 123gif.desheep.gif von 123gif.desheep.gif von 123gif.de
Ein Re-Read. Ich mochte die Geschichten um Paul und Marie schon immer, und jetzt wo ich auch noch selbst in München wohne noch viel mehr.