Dienstag, 30. Oktober 2007

Oktober 2007

Was ich im Oktober 2007 gelesen habe:

Hanne Baar: Kierkegaard zum 18ten 3/5

J.M. Barrie: Peter Pan 3/5
Irgendwie hätte ich von diesem Kinderbuch-Klassiker mehr erwartet...

Elizabeth von Arnim: Elizabeth auf Rügen 3/5
Hat mir eine Bekannte meiner Oma geliehen, da sie dachte, dass ich auf Rügen Urlaub mache, allerdings war ich auf Usedom. Das Buch habe ich trotzdem gelesen, sonderlich interessant fand ich es nicht.

Gottfried Keller: Romeo und Julia auf dem Dorfe 3/5
Das "Original" gefiel mir einfach besser...

Frieder Lauxmann: Der philosophische Garten
Einige nette philosophische Gedanken, allerdings fehlte mir teilweise der Tiefgang

Leider war mein Lesemonat Oktober nicht so toll, keines der Bücher konnte mich so richtig begeistern und ich hatte auch nicht viel Zeit zum Lesen

Montag, 1. Oktober 2007

September 2007

Was ich im September 2007 gelesen habe:

Marisha Pessl: Special Topics in Calamity Physics (deutsch: Die alltägliche Physik des Unglücks) 2/5
Ich habe das Gefühl, dass ich mit diesem Buch nur meine Zeit verschwendet habe, leider. Ich habe zuvor sehr viel Gutes darüber gehört, aber mir hat es nicht besonders gefallen...

Walter Moers: Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär 3,5/5
Hat Spaß gemacht, viele interessante und lesenswerte Ideen, aber leider teilweise etwas langatmig, hat mir nicht so gut gefallen wie "Die Stadt der träumenden Bücher". Schade... Ich werde erst mal kein weiteres Buch von Walter Moers lesen.

Harper Lee: Wer die Nachtigall stört 4/5
Ein netter Roman über eine Kindheit in den Südstaaten der USA, war sehr interessant.

Nick Hornby: The Complete Polysyllabic Spree (deutsch: Mein Leben als Leser) 4/5
Wie wir alle wissen, hat mich dieses Buch erst auf die Idee gebracht, selber etwas mehr über die Bücher die ich lese aufzuschreiben. Schon alleine deshalb verdient es ein +. Leider waren bei Nick Hornby's gelesenen bzw. gekauften Bücher wenig dabei, die mich selbst interessiert hätten.

Joan Aiken: Du bist Ich - Die Geschichte einer Täuschung 5/5
Zu dem Buch gibt es einen eigenen Eintrag

Nuruddin Farah: Wie eine nackte Nadel 4/5
Ein sehr faszinierender Roman, der in der Hauptstadt Somalias, Mogadischu, spielt und einem einiges über Land und Leute beibringt.

Michael Drieschner: Carl Friedrich von Weizsäcker 3/5
Eine Biographie über Weizsäcker (den Physiker), die an manchen Stellen aber sehr schwer zu lesen war.

Allen Ginsberg: Howl and other poems 4/5
Auf dieses Buch bin ich durch meine Lieblingsserie "Gilmore Girls" aufmerksam geworden, da es dort in einer Folge eine wichtige Rolle spielt. Die Gedichte Ginsbergs haben mir gut gefallen und ich werde bei Gelegenheit sicher mehr von ihm lesen.

Mittwoch, 26. September 2007

Joan Aiken - Du bist Ich - Die Geschichte einer Täuschung

Dieses Buch habe ich mir gekauft, weil ich als Kind gerne die Kinderbücher von Joan Aiken gelesen habe. Joan Aiken war zudem mein großes Vorbild, als ich selbst noch Schriftstellerin werden wollte. Jetzt aber zum Buch:
Louisa und Alvey, die zusammen zur Schule gehen, sehen sich zum Verwechseln ähnlich. Diesen glücklichen Umstand will Louisa sich zu Nutzen machen. Ihre Eltern wollen ihr nicht erlauben, als Missionarin nach Indien zu gehen, deshalb soll Alvey, die selbst keine Familie hat, ihren Platz einnehmen. Nach einigem Zögern stimmt Alvey zu und macht sich auf den Weg zur Familie Winship...

Isa, eine der Winship-Schwestern, sagt selbst über ihre Familie: „Aber das wäre doch ganz uninteressant. Unsere Familie ist nichts Besonderes, sie ist wie jede andere.“ Damit hat sie auch Recht, etwas Besonderes ist die Familie Winship nicht, genau betrachtet sind die meisten Familienmitglieder sogar recht unsympathische Zeitgenossen. Keiner kümmert sich um den anderen, Probleme werden nicht ausgesprochen, oft gibt es Streit, die kleineren Geschwister werden vernachlässigt.

Und doch war dies für mich eines der seltenen Bücher, bei denen man am Ende traurig ist, die Charaktere verlassen zu müssen, nicht zu wissen, wie ihr Leben weitergeht, obwohl die Handlung abgeschlossen ist. Wer Spannung oder gar Action erwartet, für den ist dieses Buch allerdings nicht das richtige, ein Großteil beschäftigt sich nur mit dem alltäglichen Leben der Familie Winship und doch fiebert man mit und will das Buch am liebsten nicht zur Seite legen.

Vor allem die liebenswerte Alvey hat es mir angetan. Sie bemüht sich, in der fremden Familie zurecht zu kommen und sich wie die mürrische, egoistische Louisa zu benehmen. Dies gelingt ihr freilich nur selten, da ihr Charakter ganz gegensätzlich ist und so erobert sie die Herzen der Familie Winship und der Leser im Sturm.

Meine Bewertung: 5 Sterne

Donnerstag, 20. September 2007

Was soll das Ganze überhaupt?

Warum schreibe ich über die Bücher die ich lese? Ich glaube kaum, dass viele Menschen da draußen Interesse daran haben werden, aber ich mache das hier ja auch für mich und nicht für euch. Einerseits bin ich froh, dass ich von Zeit zu Zeit ein Thema habe, über das ich schreiben kann, andererseits vergesse ich oft viel zu schnell, was ich gelesen habe und kann das dann hier nachlesen.

Aber eigentlich hat mich ja Nick Hornby auf diese Idee gebracht, bzw. sein Buch "The Complete Polysyllabic Spree", das ich vor kurzem gelesen habe. Darin sind seine Kolumnen aus dem "Believer" gesammelt, in denen er über Bücher schreibt, die er gelesen oder gekauft hat. Natürlich ist sowas bei Nick Hornby viel interessanter als bei mir, das Buch hab ich mir gekauft, weil ich ein großer Fan von seinen Büchern bin. Da war ich natürlich neugierig, was so ein Mensch liest. Leider muss ich ja sagen, dass wir einen sehr unterschiedlichen Geschmack zu haben scheinen, ich habe noch keines der Bücher gelesen, die er in seinen Kolumnen erwähnt und nur die wenigsten haben Interesse geweckt. Eigentlich hatte ich mir mehr Buchtipps erhofft, aber andererseits ist mein SUB (Stapel ungelesener Bücher) hoch genug.

Das Buch an sich fand ich ganz nett, allerdings sind es nun mal Kolumnen und deshalb ist eine davon ganz amüsant zu lesen, mehrere hintereinander langweilen aber schnell. Ich würde deshalb empfehlen, immer mal wieder eine Kolumne zwischendurch zu lesen, das macht viel mehr Spaß!

Mittwoch, 8. August 2007

Julio Cortázar - Der Verfolger

In seiner Erzählung „Der Verfolger“ gewährt uns Julio Cortázar einen kleinen Einblick in das Leben des fiktiven Jazzmusikers Johnny Carter. Der Klappentext gibt Aufschluss darüber, dass eigentlich die Geschichte des realen Musikers Charlie Parker erzählt wird.

Bruno, der Ich-Erzähler und außerdem Biograf und Freund des Musikers, erzählt von Gesprächen und Erlebnissen mit Johnny. Dabei legt er keinen Wert auf Vollständigkeit, uns ist nur ein kleiner Blick ins Leben des Ausnahmemusikers gewährt, der auf dem schmalen Grat zwischen Genie und Wahnsinn wandelt.

Johnny's Gedanken über das Leben, nicht selten dem Drogen- oder Alkoholrausch entsprungen, stehen im Vordergrund dieser Geschichte.

Da ich Charlie Parker nicht kenne, keine Ahnung von Jazz habe und auch noch kein Buch von Cortázar gelesen hatte, bin ich ganz unvoreingenommen und ohne Erwartungen an dieses Buch herangegangen. Ich fühlte mich gut von dem leicht verrückten Johnny unterhalten und fand auch seine Gedanken zum Großteil sehr interessant. Richtig mitgerissen oder beschäftigt hat mich das Buch allerdings nicht, dafür war es mit seinen nur 95 Seiten viel zu schnell gelesen.
3 Sterne

Sonntag, 24. Juni 2007

Hélène Guétary - Cosmos Welt

Inhalt:
Pearl lebt im New York des 21. Jahrhunderts, in unserer Zeit oder vielleicht einige Jahre in der Zukunft. Schwärme von merkwürdigen Fliegen befallen die Großstädte und die Menschen hören auf zu träumen. In einem Vortrag des Traumforschers Twain erfährt sie, dass es möglicherweise einen Zusammenhang zwischen diesen beiden Dingen gibt. Und sie lernt Cosmo kennen, den jungen Mann mit den ungewöhnlichen Augen, und verleibt sich in ihn. Doch schon bald kommen Zweifel auf, Cosmo hat ein Geheimnis. Pearl folgt ihm und gelangt nach Terra Somnia, das Land der Träume, wo Nora, die Königin des Alptraums, versucht, die Macht an sich zu reißen....

Meine Meinung:
Das Buch ist irgendetwas zwischen Fantasy und Märchen, doch für Kinder auf keinen Fall geeignet. Ziemlich wahrscheinlich ist auch irgendwo versteckte Kritik an unserer Gesellschaft enthalten, darüber habe ich mir aber keine weiteren Gedanken gemacht.

Die Geschichte wird sehr liebevoll und mit viel Phantasie erzählt. Vor allem die zärtliche, unschuldige Liebesgeschichte zwischen Pearl und Cosmo hat es mir angetan. In einem Zeitalter in dem es keine Träume mehr gibt, finden diese beiden zusammen und verlieben sich, doch sie müssen erst einige Abenteuer bestehen, bevor sie zusammen sein können. Aber ganz ehrlich gesagt ist das alles schon etwas kitschig.

Terra Somnia steckt, als Pearl und Cosmo ankommen gerade in der Krise, die Königin des Traums lebt im Exil, deshalb wird in diesem Buch hauptsächlich das Böse beschrieben. Die boshafte Königin Nera und ihre beiden Handlanger Schadenfreud und Sosias sind interessante Figuren. Sie planen so allerlei Schauerliches und wollen die Menschheit in den ultimativen Alptraum stürzen. Ich muss allerdings sagen, dass es mir manchmal zu viel der Grausamkeit war. Ich bin sehr empfindlich und störe mich an Folter und Verstümmelung, was teilweise sehr ausführlich und erschreckend beschrieben ist und aus der restlichen, harmonischen Erzählung ziemlich heraussticht.

Teilweise war es für mich etwas schwieirig, mir Terra Somnia vorzustellen. Normalerweise mangelt es mir nicht an Phantasie, doch hier haben mir einige grundlegende Informationen gefehlt, wie diese Welt denn funktioniert. Im Buch selbst ist z.B. eine blassrosa Landkarte enthalten, auf der man allerdings kaum etwas erkennen kann und auch die Namen sind nicht lesbar.
Die Charaktere waren etwas flach und eindimensional, alle waren von Anfang an gut oder böse, da gibt es keine Überraschungen. Alles ist entweder schwarz oder weiß. Was ja nicht unbedingt etwas negatives in einem Fantasyroman sein muss.

Ich muss auch noch etwas zur Übersetzung bzw. dem Buch an sich sagen. Mehr als einmal bin ich über Druck- bzw. Rechtschreibfehler gestolpert. Da mir so etwas normalerweise eher selten auffällt, gehe ich davon aus, dass in diesem Buch überdurchschnittlich viele enthalten sind. Und die Übersetzung ist an manchen Stellen mehr als unglücklich. Der Märzhase aus Alice im Wunderland wird zum Hasen vom Mars und manchmal standen da Worte, die ich beim besten Willen nicht als deutsch erkennen konnte. Natürlich finde ich die Stellen jetzt nicht mehr.

Ich weiß wirklich nicht, wie ich das Buch jetzt bewerten soll. Wärehnd dem Lesen war es ganz nett, eine Geschichte für zwischendurch, aber je mehr ich jetzt darüber nachdenke, desto schlechter war es eigentlich. Ich denke ich gebe 2 Sterne

Sonntag, 17. Juni 2007

Sarah Weeks - So B. It

Inhalt:
Heidi's Mama kennt nur 23 Wörter. Nach langem Üben kann sie Dosen öffnen, aber sie wird nie lernen, ihre Schuhe selbst zuzubinden. Für die zwölfjährige Heidi ist das alles ganz normal. Sie wohnt mit ihrer geistig behinderten Mama und der Nachbarin Bernadette zusammen, die unter Agoraphobie leidet. Eines Tages will Heidi wissen, wo sie herkommt, wer ihr Vater ist, ob sie noch mehr Verwandte hat und was ihre Mutter mit "So be it" und dem geheimnisvollen Wort "Soof" meint. Sie macht sich allein auf die Reise, um das Rätsel ihrer Herkunf zu lösen...

Meine Meinung:
Das Buch ist etwas ganz besonderes. Es ist sehr gefühlvoll geschrieben und lässt einen nicht mehr los. Ich habe es an einem Tag durchgelesen und war sofort ganz in Heidi's Welt abgetaucht. Man kann sich sehr gut in die kleine Heidi hineinversetzen, die bisher nicht viel von der Welt gesehen hat und trotzdem alles wissen will. Das Buch macht traurig und nachdenklich. Das ernste Thema der Behinderung wird gut behandelt und nicht obeflächlich abgetan oder ins lustige verzerrt.
Ich kann das Buch sowohl für Kinder/Jugendliche, wie auch für Erwachsene empfehlen.
5 Sterne

Dienstag, 22. Mai 2007

Tony Hawks – Mit dem Kühlschrank durch Irland

Inhalt: Tony wacht nach einer durchzechten Nacht auf und hat mit einem Freund gewettet, dass er in 4 Wochen mit einem Kühlschrank durch Irland trampt. Niemand erwartet, dass er das wirklich tut, aber Tony schmiedet Pläne und steht kurz darauf mit seinem Kühlschrank am Straßenrand. Ein Radiosender erfährt davon und unterstützt ihn und so sind der verrückte Engländer und sein Kühlschrank bald in ganz Irland berühmt.

Meine Meinung: Tony Hawks erzählt mit viel Humor seine Geschichte. Schon alleine die Idee selbst ist so verrückt, dass sie einfach immer wieder lustig ist. Tony stolpert mit seinem Kühlschrank in eine ganze Menge komischer Situationen und erntet so manchen komischen Blick. Doch er wird mit viel Humor und Gastfreundschaft überall aufgenommen und findet viele Freunde in ganz Irland. Manche Episoden sind kaum zu glauben (ein Kühlschrank auf einem Surfbrett?)! Eines kehrt allerdings immer wieder – Mr. Hawks geht, mit oder ohne Kühlschrank, in ein Pub und betrinkt sich. Das wird mit der Zeit etwas langweilig und ich hätte statt dessen gernen mehr über Land und Leute gelesen. Aber es ist nun mal eine wahre Geschichte und deshalb wird auch nur erzählt, was wirklich passiert ist.
Allgemein hat mir das Buch wirklich gut gefallen. Man erhält ein sehr positives Bild von Irland und den Iren, die anscheinend ein sehr humorvolles und gastfreundliches Volk sind. Stellenweise wird es etwas langweilig, aber so insgesamt macht es Lust darauf, selbst nach Irland zu reisen und sich mit dem Kühlschrank an den Straßenrand zu stellen, oder etwas ähnlich verrücktes zu tun!

4 Sterne

Sonntag, 8. April 2007

Haruki Murakami - Wilde Schafsjagd

Inhalt: Ein namenloser, antriebsloser, orientierungsloser Ich-Erzähler sucht mit seiner namenlosen Freundin mit den magischen Ohren nach einem geheimnisvollen Schaf... Mehr gibt es von der Handlung eigentlich nicht zu sagen

Meine Meinung: Mein erster Murakami und ich war sehr gespannt. Erwartet habe ich eine skurrile Handlung, und vielleicht einige Einblicke in die Japanische Kultur, doch leider ist das Buch nur eine durchschnittliche Geschichte in der manche Zufälle mit übersinnlichen Dingen erklärt werden.Außerdem könnte die Geschichte in jedem Land stattfinden, über Japan habe ich leider nichts neues erfahren.

Die Namenlosigkeit der Figuren mag irgendeine tiefere Bedeutung haben, die mir entgangen ist, ich fand sie nur nervig. Man kann keinen Bezug zu den Figuren entwickeln, sie bleiben austauschbare Durchschnittsmenschen. Das ist vielleicht bezweckt, gefällt mir aber nicht.
Das Buch lässt viel Raum für Interpretationen, für was z.B. dieses geheimnisvolle Schaf stehen soll, aber mir war das ehrlich gesagt egal, da mir der Roman einfach keinen Spaß gemacht hat und ich nicht einen Gedanken zu viel daran verschwenden wollte.
2 Sterne