Mittwoch, 23. Juni 2010

Stephenie Meyer - Bis(s) zum ersten Sonnenstrahl

Vorweg muss ich sagen, dass ich mir das Buch nie selbst gekauft hätte. Ich bin nur durch einen Zufall zu der zweifelhaften Ehre gekommen, Bis(s) zum ersten Sonnenstrahl zu lesen. Meine Oma hat sich dieses Buch nämlich gekauft, weil sie den ersten Twilight-Band gelesen hat, der ihr auch recht gut gefallen hat. Wie dieses Buch zu den anderen Büchern steht und auf was sie sich da einlässt, war ihr aber nicht klar. Deshalb hat sie dann auch nur 50 Seiten gelesen und mir das Buch geschenkt, weil es ihr zu viel Fantasy war.

Als ich die Seitenzahl (200) und den Preis (15,90€) gesehen habe, und zusätzlich noch, wie groß die Schrift ist, hat sich mein Verdacht bestätigt, dass hier nur Twilight-Fans abgezockt werden sollen und man leider recht wenig Buch für recht viel Geld bekommt. Den echten Fan wird das nicht stören, der will die Reihe natürlich komplett haben. Und genau deshalb wurde dieses Buch doch geschrieben. Sicher nicht aus dem Grund, den Stephenie Meyer dem Leser in der Einleitung glaubhaft machen will. Angeblich ist diese Geschichte nämlich ganz zufällig entstanden, als sie über die andere Seite der Geschehnisse, die sie aus Bellas Sicht nicht erzählen konnte, nachgedacht hat.

Der Schreibstil ist typisch Stephenie Meyer (also nicht sonderlich gut), über einige Formulierungen bin ich doch gestolpert, mag aber an der Übersetzung liegen. Die 4 Twilight-Bände habe ich auf Englisch gelesen, da fand ich den Stil zwar nicht gerade hochwertig, aber gut lesbar. Auf Deutsch fand ich es hingegen manchmal wirklich schwer zu ertragen.

Die Geschichte ist recht nichtssagend und ist vorbei, bevor sie richtig angenfangen hat. Wenigstens gibt es kein Liebesgeschnulze wie bei Bella und Edward, das muss man dem Buch definitiv zu Gute halten. Bree und die anderen Vampire haben gar keine Gelegenheit, ihren Charakter in dieser Geschichte zu entfalten, man erfährt recht wenig über sie und so bleiben die Figuren auch recht blass. Bree ist in vielen Dingen genau wie Bella, ziemlich naiv und einfältig, da hätte sich Frau Meyer gerne mal eine andere Art von Hauptcharakter ausdenken können.

Alle, die Twilight gelesen haben, dürften ja eigentlich wissen, wie Brees Geschichte endet. Wer es nicht weiß, liest bitte hier nicht weiter!

Der einzige Lichtblick: Kein Happy End!!! Kein "Sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende". Bree hat mir am Ende doch leid getan, es hat mich gewundert, dass ich nach so einer nichtssagenden Geschichte doch Gefühle für sie entwickeln konnte.

Fazit: Man kann das Buch schon lesen, muss man aber definitiv nicht. Es ist ganz nette Unterhaltung, allerdings hat man das Buch auch innerhalb von 2 Stunden gelesen, somit kann man das viele Geld auch sinnvoller anlegen und sich daovn Bücher kaufen, von denen man länger was hat.
2 Sterne

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