Freitag, 22. Mai 2009

Otto Schwerdt - Als Gott und die Welt schliefen

Otto Schwerdt hat in diesem Buch seine Erfahrungen verarbeitet, er erzählt vom Leben seiner Familie während des zweiten Weltkrieges. Zuerst musste die jüdische Familie Schwerdt im Ghetto leben, danach wurden sie in verschiedene Konzentrations- und Arbeitslager gebracht.

Ich finde es zwar einerseits wichtig, dass Berichte über diese Zeit an die Nachwelt weitergegeben werden und ich möchte auch niemandem das Recht absprechen, ein Buch über seine Erfahrungen zu schreiben. Doch nur weil man schreckliches erlebt hat und das Aufschreiben als Hilfe bei der Verarbeitung empfindet, muss man das Geschriebene noch lange nicht als Buch veröffentlichen.

Nicht jeder, der etwas zu erzählen hat, ist auch ein großer Schriftsteller. In diesem Buch wird munter von der Vergangenheitsform ins Präsens gewechselt, ohne dass das irgendeinen Sinn ergeben würde. Man hätte sich da für eine Zeitform entscheiden müssen und vielleicht das ganze Buch im Präsens schreiben, wenn man das Gefühl hat, dass man den Leser dann mehr miteinbezieht. So war das jedoch alles sehr verwirrend zu lesen.

Ich habe das Buch zwar innerhalb kürzester Zeit durchgelesen, aber es gibt andere Bücher zu diesem Thema, die einen bleibenderen Eindruck hinterlassen haben
3 Sterne

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