Freitag, 8. Mai 2009

Ralf Isau - Die Träume des Jonathan Jabbok


Jonathan Jabbok ist dreizehn Jahre alt und sitzt seit einer schweren Krankheit im Rollstuhl . Dadurch ist er natürlich in seinem Leben stark eingeschränkt und muss zusehen, wenn seine Klassenkameraden herumtollen und spielen. Als Ausgleich träumt Jonathan nachts von seinem Traumbruder Yonathan, der genau so ist wie er, nur zusätzlich noch gesund und kräftig. Yonathan lebt im Phantasieland Neschan, in dem er spannende Abenteuer erlebt und einen wichtigen Auftrag erfüllen muss.

"Die Träume des Jonathan Jabbok" ist ein sehr phantasievolles Buch, das geschickt Traum und Realität verknüpft. Immer wieder wechselt die Erzählung von Jonathan zu Yonathan und erst nach und nach merkt man, wie sehr das Schicksal und Leben der beiden verbunden ist.

Man wird sofort mitten in die Handlung geworfen und bis zu einem gewissen Punkt wird auch stetig Spannung aufgebaut. Doch in der Mitte des Buches kommt man langsam hinter das Schema, mit dem sich für Yonathan alle Probleme lösen lassen. Dadurch kehrt eine gewisse Langeweile und Eintönigkeit ein, das Buch wird immer zäher zu lesen. Auch die Passagen über Jonathan sind nicht sehr spannend und haben keinen direkten Zusammenhang zur restlichen Geschichte. Erst gegen Ende des Buches kommt wieder etwas mehr Spannung auf und die Geschichte gewinnt wieder an Schwung.

Man merkt sehr deutlich, dass das Buch für Kinder und Jugendliche geschrieben ist, doch mit etwas gutem Willen können sicher auch Erwachsene ihren Spaß damit haben.

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