Mittwoch, 4. November 2009

Cornelia Travnicek - Fütter mich

Das Cover lockt mit Süßigkeiten, doch davon darf man sich nicht täuschen lassen. Das Buch ist definitiv keine leichte Kost für zwischendurch! 11 Kurzgeschichten sind enthalten, jede erzählt auf ihre ganz eigene Art von den Abgründen menschlichen Verhaltens. Eine Geschichte handelt von einer jungen, magersüchtigen Frau, die sich alle Haare vom Körper rasiert, um noch weniger zu wiegen, doch auch andere Essstörungen werden thematisiert und in einer Geschichte kommt sogar ein jugendlicher Attentäter zu Wort.

Teilweise muss man das Buch aus der Hand legen, um über das gelesene nochmal nachzudenken, um verstehen zu können, was da eigentlich gerade erzählt wurde. Zu einigen Geschichten habe ich trotzdem keinen Zugang gefunden, andere haben mich hingegen sehr berührt. Manchmal war es auch nicht leicht, sich mit diesen intensiven Themen auseinanderzusetzen, da sie sehr nachdenklich stimmen und einen die Erinnerung an die ein oder andere Geschichte noch mehrere Tage begleitet.

Stilistisch sind die Geschichten alle sehr ähnlich, was aber nicht unbedingt als Kritikpunkt aufzufassen ist. Cornelia Travnicek ist eine sehr junge Autorin, von der ich gerne noch mehr lesen möchte und die ich auch weiterempfehlen kann!

4 Sterne

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