Samstag, 16. Januar 2010

Andrzej Szczypiorski – Die schöne Frau Seidenman

Inhalt
Viele verschiedene Menschen, viele verschiedene Schicksale, alle kennen sich lose untereinander und alle haben mehr oder weniger mit der Judenverfolgung vor/während des zweiten Weltkriegs zu tun.

Meine Meinung
Am Anfang war ich sehr beeindruckt von der Erzählweise und von der Struktur der Geschichte. Sehr nüchtern und distanziert beschreibt Szczypiorski die Schicksale der Menschen und springt dabei immer wieder in die Zukunft, um zu erzählen, was der jeweiligen Person nach dem Krieg widerfahren wird.

Zu Beginn war das Buch für mich noch sehr interessant zu lesen, ich habe sehr aufmerksam versucht, die Personen und ihre Beziehungen untereinander zu ordnen, mir alle Zusammenhänge und Schicksale zu merken, doch schon bald ist mir aufgefallen, dass das weder nötig noch möglich ist, wenn man das Buch nicht an einem Stück durchliest.

Nach ca. der Hälfte des Buches war für mich aber einfach die Luft raus. Die außergewöhnliche Struktur und erzählweise war dann schon nichts Neues mehr und hat mich mehr gelangweilt als begeistert. Auch die Schicksale der Personen wurden mir immer gleichgültiger und ich wollte das Buch nur noch hinter mich bringen.

Vielleicht war es auch einfach nur das falsche Buch zur falschen Zeit, denn ich kann mir sonst nicht erklären, wie die anfängliche Begeisterung so schnell abflauen konnte. Das Buch kommt jedenfalls auf meinen Re-Read-Stapel und vielleicht hält die Begeisterung in 20 Jahren dann das ganze Buch über an.

Momentan gibt es von mir jedenfalls nur 3 Sterne

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