Dienstag, 22. November 2011

Nancy Mitford - The Pursuit of Love & Love in a Cold Climate

Ich habe The Pursuit of Love (Englische Liebschaften) und Love in a Cold Climate (Liebe unter kaltem Himmel) in dieser hübschen Ausgabe gelesen:


Das Buch habe ich peinlicherweise gekauft, weil Carrie es im Sex and the City 2 Film liest und ich es aufgrund des schönen Covers sofort auch haben wollte. Den Film fand ich wirklich schlecht, aber ich bin ihm dankbar, dass er mich auf dieses Buch aufmerksam gemacht hat.

Beide Geschichten werden aus Sicht von Fanny erzählt, deren Mutter für ihre Liebschaften ihr Kind bei Verwandten zurückgelassen hat. Fanny wächst also mit ihren Cousins und Cousinen auf. Fannys Geschichte bleibt fast immer im Hintergrund, sie beobachtet andere, erzählt aber kaum von sich selbst. Persönliche Dinge, die sie selbst betreffen werden meist nur am Rande erwähnt.

In Englische Liebschaften steht die Geschichte ihrer Lieblingscousine Linda im Vordergrund. Fanny wächst mit ihr zusammen auf und man darf als Leser die Jugendzeit begleiten, in der die beiden von Liebe träumen und anfangen, sich für junge Männer zu interessieren. Fanny erzählt von Linda, ihrer Ehe und ihren Versuchen, die wahre Liebe zu finden.

Liebe unter kaltem Himmel spielt in der gleichen Zeit wie Englische Liebschaften, konzentriert sich aber auf einen anderen Personenkreis. Fannys Freundin Polly spielt hier die Hauptrolle. Sie ist die verwöhnte Tochter eines reichen Adeligen und hat alles auf der Welt, was man sich nur wünschen kann. Nur mit der Liebe will es nicht so richtig klappen. In diesem Buch erfährt man auch ein bisschen mehr von Fanny selbst und ihrer eigenen Ehe, was ich sehr schön fand.

Beide Geschichten spielen Anfang bis Mitte des 20. Jahrhunderts in England. Sowohl diese Zeit als auch den Schauplatz mag ich sehr gerne und ich war froh, dass der zweite Weltkrieg zwar eine Rolle spielt, aber nicht ausführlich erwähnt wird. Es hat mir viel Spaß gemacht, diesen jungen Mädchen beim Aufwachsen zuzusehen, ihre erste Liebe und zahllose gesellschaftliche Ereignisse zu begleiten. Sprachlich waren die beiden Bücher auch sehr angenehm zu lesen. Ein bisschen habe ich mich ja gefühlt, wie in den Büchern von Jane Austen, nur ein paar Generationen später. Leider habe ich zu viel Zeit vergehen lassen zwischen dem Lesen und dem Aufschreiben meiner Meinung, so dass ich jetzt nicht mehr zu den Büchern sagen kann.

Das Buch bekommt von mir , wobei ich Englische Liebschaften ein bisschen besser fand als Liebe unter kaltem Himmel.

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