Mittwoch, 16. Januar 2008

Ingvar Ambjörnsen - Ententanz

Im zweiten Elling-Roman "Ententanz" erwacht Elling in einem Heim für psychisch Kranke. Es fällt ihm nicht leicht, sich dort einzuleben, das Zimmer muss er mit dem etwas langsamen, aber doch sehr liebenswerten Kjell Bjarne teilen. Er verliebt sich in die Pflegerin Gunn und findet langsam Gefallen an dem "Erholungsheim", als an Weihnachten die Situation eskaliert.

Im zweiten Teil erfährt man in einem Rückblick von der Spanienreise, die Elling mit seiner Mutter unternommen hat, als diese noch am Leben war. Vor allem dieser zweite Teil hat mir sehr gut gefallen, denn man erfährt mehr über die Mutter, die im 1. Band verstorben ist und immer wieder auch über Ellings Kindheit und Jugendzeit.

Wie schon der erste Band hat mir dieses Buch sehr gut gefallen. Viel Neues kann ich hier nicht sagen, mir hat genau das gleiche an diesem Buch gefallen, wie schon an "Ausblick auf das Paradies". Es ist einfach wahnsinnig faszinierend, in den Kopf eines solchen Menschen schauen zu können. Die zwischenmenschlichen Beziehungen (Elling-Mutter und Elling-Kjell Bjarne) sind wunderbar beschrieben. Wie diese Mutter ihr Leben aufopfert für den psychisch kranken Sohn ist einfach rührend. Die ganze Geschichte ist herrlich skurril und man kann richtig gut in Ellings verqueren Gedanken versinken.

Allgemein ist dieses Buch nicht so bedrückend wie "Ausblick auf das Paradies", Elling scheint gefestigter und stabiler. Deshalb würde ich dieses Buch vielleicht noch ein bisschen mehr empfehlen, als den ersten Band. Ich würde sagen, man kann die Bücher auch gut unabhängig voneinander lesen.

Wegen einiger Längen während der Spanienreise gibt es von mir 4 Sterne.

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