Montag, 6. Juni 2011

Alan Bradley - The Weed that Strings the Hangmans Bag

deutscher Titel: Flavia de Luce: Mord ist kein Kinderspiel


Flavia ist wieder da! Schon letztes Jahr hat mich der erste Band (Mord im Gurkenbeet) sehr gut unterhalten und nun konnte ich endlich über den zweiten Fall der Nachwuchs-Detektivin lesen.

Die chemiebegeisterte Flavia hat mit ihren 11 Jahren den meisten Erwachsenen einiges an Kombinationsgabe und logischem Denken voraus. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass sie sich auf die Ermittlungen stürzt, als es in dem kleinen, idyllischen Dorf Bishop's Lacey schon wieder einen mysteriösen Todesfall gibt. Ein Puppenspieler, der mit seiner Assistentin nur auf Durchreise war, stirbt bei einer Vorführung. Flavias Gespräche mit den Bewohnern bringen diesen Tod in Verbindung mit dem Tod eines kleinen Jungen vor vielen Jahren...

Das Buch braucht etwas, bis es in Gang kommt. Man liest fast 100 Seiten Vorgeschichte, bis der Mord überhaupt passiert. Aber wer Flavia kennt, weiß, dass es mit ihr nie langweilig wird. Ihr Witz und ihr Charme trösten einen über die fehlende Handlung hinweg. Mir macht es einfach Spaß, ihre Ausführungen über Chemie, Gift oder ihre nervigen Schwestern zu lesen, Flavias Alltag ist schon interessant genug, um ein ganzes Buch zu füllen. Besonders gut gefallen mir auch die liebevollen Beschreibungen von Bishop's Lacey und all der schrulligen, eigenartigen Personen, die dort leben.

Der Kriminalfall und dessen Auflösung haben mir diesmal viel besser gefallen, als im Vorgänger. Man merkt zwar, dass einige Details extra so konstruiert wurden, um Flavias Chemiebegeisterung einmal mehr in den Vordergrund zu stellen und diese als Lösung für den Fall zu benutzen. Das wirkt etwas zu bemüht, aber da dies mein einziger Kritikpunkt ist, kann ich mit guten Gewissen vergeben und mich auf Flavias nächsten Fall freuen.

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