Mittwoch, 8. Juni 2011

Gaile Parkin - Baking Cakes in Kigali

deutscher Titel: Kuchen backen in Kigali

In Kigali, der Hauptstadt von Ruanda, lebt und arbeitet Angel, die beruflich Kuchen backt und sich auch gerne bei einer Tasse Tee die Probleme ihrer Kunden anhört. Dadurch erfährt man viel über das alltägliche Leben der Bewohner Kigalis, aber auch über die Vergangenheit Ruandas und ein Problem, dass sich nicht örtlich eingrenzen lässt: Aids. 

Das Buch ist eher episodenhaft, in jedem Kapitel kommt ein neuer Kunde mit einer neuen Geschichte oder einem Problem zu Angel. Doch einige Personen trifft man in späteren Kapiteln wieder, erfährt, wie ihre Geschichte ausgegangen ist oder weiterging und auch Angel selbst und ihre Probleme treten immer wieder in den Vordergrund und entwickeln sich weiter.

Die Sprache ist einfach, teilweise sogar gewöhnungsbedürftig "falsch", doch ich denke, dass dies als Stilmittel genutzt wird, um dem Leser zu zeigen, wie Angel und ihre Kunden wirklich sprechen. Für mich wirkten die Erzählungen dadurch noch authentischer. Als unangenehm oder anstrengend zu lesen habe ich es nach einer kurzen Eingewöhnungszeit nicht mehr empfunden.

Gaile Parkin hat mir mit ihrem Buch viel über Ruanda und auch Afrika allgemein beigebracht. Ihr gelingt es, dem Leser die Probleme und alltäglichen Sorgen von ganz normalen Menschen näher zu bringen und zu zeigen, wie das Leben in einem weit entfernten Land abläuft. Definitiv ein empfehlenswertes Buch für Leser, die sich für Afrika oder allgemein andere Kulturen interessieren!

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