Samstag, 18. Juni 2011

Simonetta Greggio - Mit nackten Händen


Emma ist Anfang vierzig, Tierärztin und lebt allein auf dem Land. Ihre große Liebe zu Raphaël, der sie wegen einer anderen verlassen hat, hat sie nie überwunden. Als Raphaëls fünfzehnjähriger Sohn Gio plötzlich vor Emmas Tür steht, entwickelt sich eine ganz besondere Beziehung zwischen den beiden.

Sehr locker und leicht beschreibt Simonetta Greggio, wie sich Emmas Leben verändert, als Gio ohne Vorwarnung auftaucht. Auch in den Rückblenden auf Emmas früheres Leben in Paris mit Raphaël wird vieles nur angedeutet, als Leser muss man zwischen den Zeilen lesen und sich ein eigenes Bild machen. Diese Art zu erzählen hat mir sehr gefallen, da die Autorin den Lesern zutraut, selbst zu denken und nicht alles, was sie vielleicht sagen wollte auch wirklich aufs Papier gebracht hat.

Andererseits hat die Geschichte auf nur 160 Seiten kaum Platz, sich zu entfalten. Kaum hat man angefangen, das Buch zu lesen, hat man es auch schon beendet. Und genau aus diesem Grund wird es keinen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen Obwohl ich ein Fan von dünnen Büchern bin, war mir hier an allen Ecken und Enden etwas zu wenig, oder vielleicht auch einfach zu viel Information und Geschichte auf zu wenig Seiten.

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