Freitag, 25. März 2011

Tony Parsons - Als wir unsterblich waren (Stories we could tell)


Der 16. August 1977 ist nicht nur der Tag, an dem Elvis starb, sondern auch der Tag, an dem sich im Leben von drei Jugendlichen alles verändern sollte. Leon, Ray und Terry arbeiten als Journalisten für eine Musikzeitschrift und haben das Gefühl, damit alles erreicht zu haben, was im Leben wichtig ist. Man trifft die Stars, bekommt Schallplatten umsonst und kennt immer die angesagtesten Clubs und Konzerte der Stadt. Doch nach und nach müssen sie erkennen, dass das Leben trotz allem noch ein paar Prüfungen und Überraschungen bereithält.

Leon, Ray und Terry sind ganz unterschiedliche Charaktere, die aus verschiedenen sozialen Schichten kommen. Und doch verbindet die drei eine ganz besondere Freundschaft und die Liebe zur Musik. Erzählt wird in diesem Buch nur von einer einzigen Nacht, die sie teilweise zusammen und teilweise jeder für sich erleben. Und obwohl die Zeitspanne so kurz ist, deckt das Buch ein breites Spektrum von Gefühlen und Themen ab. Man durchlebt mit den jugendlichen Protagonisten sowohl Zukunftsangst und Ärger, wie auch Hoffnung, Liebe und euphorische Freude. Thematisch findet man hier Drogenprobleme, politisches Engagement gegen Neonazis, Beziehungskrisen und dazwischen immer wieder Musik.

Das Buch sprüht nur so vor Liebe zu Musik. Leider habe ich die wilden 70er selbst nicht miterlebt und kenne viele der erwähnten Bands nur dem Namen nach. Es ist aber auch gar nicht notwendig, die Musik zu kennen, von der erzählt wird, es geht allgemein um dieses ganz besondere Lebensgefühl. Man ist jung, die Welt steht einem offen und man fühlt sich unbesiegbar, trotz aller Probleme.

Insgesamt ein lesenswertes Buch, das einen zurückversetzt in längst vergangene Zeiten (die man nicht notwendigerweise selbst erlebt haben muss). 

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